USD/CHF rutscht Richtung 0,7950 – Flucht in Franken stützt
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/CHF fällt, da der Schweizer Franken Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen erhält.
- Präsident Trump sagte, Iran habe nach seinen militärischen Drohungen um Verhandlungen gebeten, warnte jedoch, dass Maßnahmen möglicherweise vor einem Treffen ergriffen werden könnten.
- Die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigt, da die Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed zunehmen.
Der USD/CHF verliert zum zweiten Mal in Folge an Boden und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 0,7970. Das Paar wertet ab, da der Schweizer Franken (CHF) Unterstützung durch die Nachfrage nach sicheren Anlagen inmitten geopolitischer Spannungen und Bedenken über die Unabhängigkeit der Federal Reserve (Fed) erhält.
US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, dass die Führung Irans ihn kontaktiert habe, um "zu verhandeln", nachdem er mit militärischen Maßnahmen gedroht hatte, während im Iran weit verbreitete anti-regierungs Proteste stattfanden. Trump fügte jedoch hinzu, dass "wir möglicherweise vor einem Treffen handeln müssen."
Die Nachfrage nach sicheren Anlagen steigt, da die Bedenken über die Unabhängigkeit der Fed zunehmen, nachdem Bundesstaatsanwälte gedroht haben, Vorsitzenden Jerome Powell wegen seiner Aussagen vor dem Kongress zu einer Gebäuderenovierung anzuklagen, was Powell als Versuch bezeichnet hat, die Unabhängigkeit der Zentralbank zu untergraben.
Der Rückgang des USD/CHF-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) Gewinne vor den für später am Tag erwarteten Daten zum Verbraucherpreisindex (VPI) hält, die frische Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) bieten könnten.
Die Märkte preisen in diesem Jahr zwei Zinssenkungen der Federal Reserve ein, beginnend im Juni, obwohl eine positive Überraschung bei der Inflation die Aussichten auf eine Lockerung dämpfen könnte. Die Nonfarm Payrolls (NFP) im Dezember verfehlten die Erwartungen und verstärkten die dovishe Aussicht auf die Fed. Das FedWatch-Tool der CME Group deutet darauf hin, dass der Preis der Fed Funds Futures eine Wahrscheinlichkeit von 95% anzeigt, dass die US-Zentralbank die Zinsen bei ihrem Treffen am 27.–28. Januar unverändert lässt.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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