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USD/CHF bewegt sich seitwärts angesichts der Unsicherheit im US-Handel und schwacher Schweizer Daten

  • USD/CHF fehlt es am Montag an einer klaren Richtung, da frische Handels Spannungen in den USA den Dollar belasten.
  • Die Schweizer EPI-Daten unterstreichen den gedämpften Inflationsdruck.
  • Anleger wenden sich den bevorstehenden US-Arbeits- und Inflationsdaten zu, um neue Katalysatoren zu finden.

USD/CHF kämpft am Montag um die Richtung, da schwächere als erwartete Schweizer Wirtschaftsdaten den Schweizer Franken (CHF) untergraben, während ein schwächerer US-Dollar (USD) das Aufwärtsmomentum begrenzt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird das Paar bei etwa 0,7738 gehandelt, was einem Rückgang von 0,16% im Tagesverlauf entspricht.

Der Greenback geriet nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump über einen globalen Zoll von 15% unter erneuten Druck, als Reaktion auf ein kürzliches Urteil des US-Obersten Gerichtshofs, das seine Anwendung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Verhängung umfassender Zölle für rechtswidrig erklärte.

Dieser Schritt belebte die Bedenken über die Stabilität der US-Politik und die fiskalische Glaubwürdigkeit, was US-Vermögenswerte belastete, da Trumps aggressive Handelspolitik weiterhin eine anhaltende Belastung für die Anlegerstimmung darstellt.

Die Marktteilnehmer beobachten nun aufmerksam handelsbezogene Entwicklungen für neue Impulse. Berichten zufolge hat das Europäische Parlament den Ratifikationsprozess des US-EU-Handelsabkommens pausiert, während Indien die Verhandlungen über ein vorläufiges Handelsabkommen mit Washington verschoben hat.

Dennoch hält sich der US-Dollar relativ stabil, da die Anleger auf klarere Signale zur US-Handelspolitik warten. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, wird bei etwa 97,67 gehandelt, nachdem er ein Intraday-Tief von etwa 97,35 erreicht hatte.

Auf der Datenseite blieb der US-Wirtschaftskalender relativ leicht. Die Aufträge in der Industrie sanken im Dezember um 0,7% MoM und verfehlten die Erwartungen eines Anstiegs um 1,1%, was einen deutlichen Rückgang gegenüber dem vorherigen Anstieg von 2,7% markiert.

Die Anleger verdauten auch die Äußerungen von Federal Reserve (Fed) Gouverneur Christopher Waller, der sich bei der Januarsitzung für eine Zinssenkung um 25 Basispunkte aussprach und Bedenken hinsichtlich des Arbeitsmarktes äußerte. Waller sagte, dass „alle Daten des vergangenen Jahres darauf hindeuten, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften stärker sinkt als das Angebot“ und warnte, dass ein „schwacher Arbeitsmarkt voraussichtlich weiterhin bestehen bleibt.“

In der Schweiz zeigten die vom Bundesamt für Statistik veröffentlichten Daten, dass die Erzeuger- und Importpreise im Januar um 0,2% MoM fielen, im Vergleich zu den Erwartungen eines Anstiegs um 0,1% und dem Rückgang des Vormonats. Im Jahresvergleich sanken die Erzeuger- und Importpreise im Januar um 2,2%, nach einem Rückgang von 1,8% im Dezember.

Für die Zukunft ist der US-Wirtschaftskalender in dieser Woche relativ leicht und wird voraussichtlich die Erwartungen an den geldpolitischen Kurs der Fed nicht wesentlich verändern. Die Aufmerksamkeit wird sich auf den vierwöchigen Durchschnitt der ADP-Beschäftigungsänderungen und den Bericht über das Verbrauchervertrauen des Conference Board am Dienstag konzentrieren.

Die Märkte werden auch die Rede von Präsident Donald Trump zur Lage der Nation am Mittwoch verfolgen, gefolgt von den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag und dem Erzeugerpreisindex (PPI) für Januar, der am Freitag fällig ist.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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