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USD/CAD hält Verluste unter 1,3900, da höherer Ölpreis den kanadischen Dollar stärkt

  • USD/CAD rutscht ab, da der rohstoffgebundene CAD Unterstützung von steigenden Ölpreisen erhält, während die Spannungen im Iran zunehmen.
  • Präsident Trump warnte, dass Länder, die mit dem Iran handeln, mit einem US-Zoll von 25% rechnen müssten.
  • Händler warten am Dienstag auf die US-CPI-Daten für Dezember, um Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve zu erhalten.

USD/CAD bleibt in der zweiten aufeinanderfolgenden Sitzung gedämpft und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 1,3870. Das Paar wertet ab, da der rohstoffgebundene Kanadische Dollar (CAD) Unterstützung von höheren Ölpreisen erhält, angesichts Kanadas Status als größter Rohölexporteur in die Vereinigten Staaten (US).

Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl gewinnt zum vierten Mal in Folge an Boden und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung bei 59,40 USD. Die Rohölpreise gewinnen an Fahrt aufgrund von Angebotsbedenken, die auf die steigenden Spannungen im Iran zurückzuführen sein könnten. Händler bereiten sich auf die Veröffentlichung des Berichts über die Rohölvorräte des American Petroleum Institute (API) später am Tag vor.

US-Präsident Donald Trump warnte am Montag, dass Länder, die mit dem Iran handeln, mit einem 25%igen Zoll auf Geschäfte mit den Vereinigten Staaten rechnen müssten, nachdem er mit Konsequenzen wegen der gezielten Angriffe auf Zivilisten gedroht hatte, während Teheran die USA und Israel vor Interventionen warnte, so Reuters.

Der Rückgang des USD/CAD-Paares könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) sich nach moderaten Verlusten in der vorherigen Sitzung erholt. Händler warten auf die Verbraucherpreisindex (CPI)-Daten für Dezember, die am Dienstag fällig sind und Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) geben könnten.

Die Märkte rechnen mit zwei Zinssenkungen der Federal Reserve in diesem Jahr, beginnend im Juni, obwohl eine positive Überraschung bei der Inflation die Aussichten auf eine Lockerung dämpfen könnte. Die Nonfarm Payrolls (NFP) im Dezember verfehlten die Erwartungen und verstärkten die dovishe Perspektive der Fed. Das FedWatch-Tool der CME Group zeigt, dass die Fed-Funds-Futures eine Wahrscheinlichkeit von etwa 95% einpreisen, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung am 27.-28. Januar unverändert lässt.

Der US-Dollar schwächte sich ab, nachdem Bundesstaatsanwälte drohten, Fed-Vorsitzenden Jerome Powell wegen seiner Aussage vor dem Kongress zu einer Renovierung des Gebäudes anzuklagen, was Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed aufwarf. Investoren warten auch auf ein Urteil des US-Obersten Gerichtshofs zur Rechtmäßigkeit der Zollpolitik von Präsident Donald Trump, das am Mittwoch erwartet wird.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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