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US-Dollar-Index schwächt sich ab, da Fed-Mitglied Waller eine Zinspause signalisiert

  • US-Dollar-Index kämpft, da Fed-Gouverneur Waller eine mögliche Zinspause signalisiert und damit im Kontrast zum hawkischen Ton von Warsh steht.
  • Die Marktwahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed im September fiel nach den Äußerungen auf 50,2%.
  • Anleger erwarten die US-Arbeitsmarktdaten für August, die voraussichtlich 56.000 neue Stellen ausweisen werden, bei einer Arbeitslosenquote von 4,1%.

Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, verliert am Freitag während der asiatischen Handelsstunden den dritten Tag in Folge an Boden und notiert um 99,00.

Der Greenback steht nach Äußerungen von Christopher Waller, Gouverneur der Federal Reserve (Fed), unter deutlichem Abwärtsdruck. Er signalisierte eine Präferenz dafür, die Zinssätze auf der bevorstehenden September-Sitzung unverändert zu lassen, sofern die kommenden Inflationsdaten keine größeren Überraschungen enthalten.

Der dovishe Ton von Fed-Waller stand in scharfem Kontrast zur hawkischen Haltung, die Vorsitzender Kevin Warsh nur eine Woche zuvor vertreten hatte. Als Reaktion auf diese Äußerungen verschoben sich die Markterwartungen deutlich, wobei das CME FedWatch Tool anzeigte, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September auf 50,2% fiel, nach 63,2% am Vortag.

Anleger und Marktteilnehmer richten ihren Fokus nun auf die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts für August, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Kurs zu erhalten. Der aktuelle Marktkonsens geht davon aus, dass die Nonfarm Payrolls um 56.000 Stellen steigen werden, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich bei 4,1% stabil bleibt.

Zusätzlichen Gegenwind für den Greenback liefert ein stark steigender japanischer Yen, da Händler weiterhin auf mögliche offizielle Währungsinterventionen achten und die Möglichkeit einer aggressiveren geldpolitischen Straffung durch die Bank of Japan später in diesem Jahr einpreisen.

Yen baut kräftige Gewinne aus, da die Spekulationen über Interventionen zunehmen

Strategen bei Scotiabank heben hervor, dass die japanische Währung eine überproportionale Bewegung vollzogen hat, und merken an, dass "der Yen gegenüber dem USD schockierende 1,5% zulegt und damit auf die beeindruckenden Gewinne vom Mittwoch aufbaut, die erneute Spekulationen über die Möglichkeit offizieller Interventionen ausgelöst haben." Sie weisen darauf hin, dass der jüngste Anstieg auf frühere Stärke aufbaut und den Fokus des Marktes darauf verstärkt, ob die Behörden eingreifen könnten, um weitere Dollar-Schwäche gegenüber dem Yen einzudämmen.

Technische Analyse: DXY kämpft, da die bärische Tendenz vorherrscht

Auf dem Tages-Chart notiert der Dollar Index Spot bei 98,98 und setzt damit einen kurzfristig bärischen Ton fort, da er sich unterhalb sowohl des 9- als auch des 50-Perioden Exponential Moving Averages (EMAs) hält, die nun als Widerstände fungieren. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) liegt unter der Mittellinie nahe 40 und deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck anhält, auch wenn sich der jüngste Pullback verlangsamt, während der nachlassende FXS Fed Sentiment Index auf ein schwächer werdendes, die Währung stützendes Umfeld für den Dollar hindeutet.

Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand am 9-Perioden-EMA bei rund 99,26, während der 50-Perioden-EMA nahe 99,79 eine breitere Angebotszone oberhalb der aktuellen Niveaus untermauert. Ein Tagesschluss zurück über diese gebündelten EMAs wäre nötig, um die unmittelbare Abwärtsneigung zu mildern; andernfalls bleibt der Index anfällig für weitere Rückgänge in Richtung früherer Tiefs, die auf dem Tages-Chart noch nicht zurückerobert wurden.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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