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Nachrichten

US Dollar Index konsolidiert über 100,50, während Händler auf Trumps Rede warten

  • Der DXY tut sich schwer, die Kursgewinne des Vortags zu nutzen, während Händler auf Trumps Rede warten.
  • Die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran schüren Inflationsängste und stärken die Wetten auf Fed-Zinserhöhungen, was den Greenback stützt.
  • Das fundamentale Umfeld begünstigt USD-Bullen und unterstützt die Aussichten auf eine deutliche Aufwärtsbewegung.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, wird knapp über der Marke von 100,50 in einer engen Spanne erwartet, während Händler auf die Rede von US-Präsident Donald Trump warten. In der Zwischenzeit wirken die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und Iran sowie wieder auflebende Wetten auf Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) als Rückenwind für den US-Dollar (USD) und halten den Index deutlich über einem fast einmonatigen Tief, das am Mittwoch erreicht wurde.

Die USA haben ihre Angriffe auf den Iran intensiviert, wobei Beamte im südlichen Bandar Abbas berichteten, dass zivile Infrastruktur – darunter Energieanlagen und ein Bahnhof – getroffen wurde. Die USA feuerten zudem auf ein Schiff, das sie beschuldigten, versucht zu haben, die erneuerte Seeblockade gegen die Islamische Republik zu durchbrechen. Der Iran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf US-Verbündete in der Region und warnte, dass seine Angriffe eskalieren könnten. Dies hält die geopolitische Risikoprämie aufrecht und erweist sich als Schlüsselfaktor, der den sicheren Hafen Greenback stützt.

Unterdessen hatte die Islamische Revolutionsgarde des Iran gedroht, den Konflikt auszuweiten, indem sie weitere regionale Energieversorgungsrouten ins Visier nimmt. Zudem berichtete Reuters, dass der Iran die Huthi-Rebellen im Jemen aufgefordert hat, bereit zu sein, die Ölroute am Roten Meer zu schließen, was eine neue ernsthafte Bedrohung für die globale Energieversorgung darstellt. Die jüngsten Entwicklungen unterstützen weiterhin die erhöhten Rohölpreise und schüren Inflationsängste. Hinzu kommen hawkische Äußerungen eines Fed-Vertreters, die die Wetten auf mindestens eine Zinserhöhung im Jahr 2026 verstärkten.

Tatsächlich sagte Dallas Fed-Präsidentin Lorie Logan am Donnerstag, dass die positiven Nachrichten dieser Woche zu Verbraucher- und Großhandelspreisen noch nicht ausreichten, um eine echte Entlastung für US-Haushalte zu signalisieren. Sie forderte moderat höhere Zinssätze, um einen Kampf zu gewinnen, den die Zentralbank in den letzten fünf Jahren verloren hat. Dies erweist sich als weiterer unterstützender Faktor für den DXY, der weiterhin auf dem Weg ist, wöchentliche Verluste zu verzeichnen.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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