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Trump und Carney führen kurzfristige Gespräche vor neuen 50 % Zöllen auf kanadische Waren

US-Präsident Donald Trump und der kanadische Premierminister Mark Carney verhandeln derzeit, um eine Einigung über Zölle zu erzielen, nur wenige Stunden bevor die Vereinigten Staaten (US) 50 % Zölle auf Hockeyschläger, Wein und eine Reihe weiterer kanadischer Importe erheben, berichtete CNBC am Dienstag. 

"Wir verhandeln," sagte Carney. "Die Verhandlungen sind sehr intensiv und heikel. Jetzt ist nicht der Zeitpunkt, öffentlich über Verhandlungen zu sprechen," fügte er hinzu. 

Die neuen Zölle sollen am Mittwoch in Kraft treten, sofern keine Einigung erzielt wird, um sie zu verschieben oder aufzuheben. Sollte keine Einigung zustande kommen, wäre dies die jüngste Maßnahme, die Trump gegen Kanada verhängt hat.  

Laut dem Büro des US-Handelsbeauftragten umfassen die neuen Abgaben kanadische Importe im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar.  

Marktreaktion

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt das Paar USD/CAD um 0,20 % höher bei 1,3900.

Zölle - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Obwohl sowohl Zölle als auch Steuern staatliche Einnahmen generieren, die zur Finanzierung öffentlicher Güter und Dienstleistungen verwendet werden, gibt es einige wesentliche Unterschiede. Zölle werden im Voraus bei der Einfuhr am Hafen entrichtet, während Steuern beim Kaufzeitpunkt bezahlt werden. Steuern werden Einzelpersonen und Unternehmen auferlegt, während Zölle von Importeuren gezahlt werden.

Unter Wirtschaftswissenschaftlern gibt es zwei unterschiedliche Sichtweisen auf die Nutzung von Zöllen. Einige argumentieren, dass Zölle notwendig sind, um heimische Industrien zu schützen und Handelsungleichgewichte auszugleichen. Andere sehen Zölle als schädliches Instrument an, da sie langfristig die Preise in die Höhe treiben könnten und durch sogenannte „Auge-um-Auge-Zölle“ einen schädlichen Handelskrieg auslösen könnten.

Im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im November 2024 hat Donald Trump deutlich gemacht, dass er Zölle einsetzen will, um die US-Wirtschaft und amerikanische Produzenten zu unterstützen. Im Jahr 2024 machten Mexiko, China und Kanada 42 % der gesamten US-Importe aus. Laut dem US Census Bureau war Mexiko in diesem Zeitraum mit Exporten im Wert von 466,6 Milliarden US-Dollar der wichtigste Handelspartner. Daher plant Trump, sich bei der Verhängung von Zöllen auf diese drei Länder zu konzentrieren. Außerdem möchte er die durch Zölle generierten Einnahmen nutzen, um die Einkommensteuer für Privatpersonen zu senken.

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