Schweizer Franken gewinnt an Boden, da vom japanischen Yen angeführte Schwäche den US-Dollar erfasst
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- USD/CHF rutscht ab, da die Stärke des japanischen Yen den US-Dollar nach unten zieht.
- Steigende Ölpreise halten Inflationssorgen und Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im Fokus.
- US-EPI- und VPI-Daten werden dazu beitragen, die Erwartungen für die Fed-Sitzung in der kommenden Woche zu prägen.
USD/CHF gibt am Mittwoch nach, da die breite Schwäche des US-Dollars (USD) dem Schweizer Franken (CHF) erlaubt, etwas Boden gutzumachen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 0,8078 und damit etwa 0,20% tiefer als am Tag.
Eine kräftige Rally des japanischen Yen (JPY) führt den Rückgang des Greenback an, während die breitere Marktstimmung weiterhin vom Krieg zwischen den USA und dem Iran im Nahen Osten und dem daraus resultierenden Anstieg der Ölpreise geprägt ist. Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 93,50 USD je Barrel und damit nahe dem höchsten Stand seit dem 8. Juni.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 98,67 und damit nahe dem niedrigsten Stand seit dem 21. August. Der Greenback bleibt trotz hawkischer Erwartungen an die Federal Reserve (Fed) unter Druck, wobei die erhöhten Ölpreise die Argumente für höhere Zinsen zusätzlich untermauern.
Infolgedessen bleiben die Renditen von US-Staatsanleihen erhöht, wobei die Benchmark-Rendite der 10-jährigen Anleihe bei rund 4,80% liegt und damit nahe dem höchsten Stand seit November 2023. Das Finanzministerium dürfte um 15:00 GMT die Größe seines Anleiherückkaufprogramms bekannt geben. Das Ressort hatte im vergangenen Monat erklärt, dass es länger laufende Schuldtitel im Umfang von mindestens 4 Milliarden USD kaufen werde.
Die US-Inflationsdaten rücken nun vor der Fed-Sitzung am 15. und 16. September in den Mittelpunkt, da die Entscheidungsträger wiederholt ihr Engagement betont haben, die Inflation wieder auf das Ziel von 2% zurückzuführen. Die anstehenden Daten könnten eine Schlüsselrolle dabei spielen, zu entscheiden, ob die Zentralbank die Zinsen anhebt.
Der Erzeugerpreisindex (EPI) wird am Donnerstag veröffentlicht, gefolgt vom Verbraucherpreisindex (VPI) am Freitag. Höher als erwartet ausfallende Inflationsdaten könnten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im September stärken und dem US-Dollar zu einer Erholung verhelfen. Schwächere Werte hingegen könnten den Greenback anfällig für weitere Verluste machen.
Dennoch könnten der Nullzinssatz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) und ihre Bereitschaft, einer übermäßigen Aufwertung des Frankens entgegenzuwirken, das Abwärtspotenzial bei USD/CHF begrenzen.
Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.
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