Schweizer Franken unter Druck - Starker Dollar schmälert Nachfrage nach sicheren Häfen
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/CHF steigt, da die Nachfrage nach dem sicheren Hafen US-Dollar nach der Abfangung einer aus dem Jemen abgefeuerten Rakete durch Israel zunahm.
- Der Greenback könnte weiter zulegen, da starke US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr stärken.
- Der Schweizer Franken kämpft, nachdem die Inflation im Mai auf 0,6 % fiel, die Prognose von 0,8 % verfehlte und die Zinserhöhungserwartungen dämpfte.
USD/CHF setzt seine Gewinne am zweiten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Montag um 0,7970. Das Paar gewinnt an Boden, da der US-Dollar (USD) angesichts der gestiegenen Nachfrage nach sicheren Häfen fest bleibt, nachdem das israelische Militär mitteilte, dass eine Rakete aus dem Jemen in Richtung israelisches Gebiet abgefeuert und von seinen Luftabwehrsystemen abgefangen wurde.
The Guardian berichtete, dass in Tel Aviv Luftschutzsirenen ertönten, nachdem der Angriff aus dem Jemen erfolgte. Die Vergeltungsangriffe aus dem Jemen, dessen Militärkraft, die Huthi, vom Iran unterstützt wird, spiegeln wider, dass die Konflikte im Nahen Osten wieder begonnen haben.
Die BBC berichtete am Montag, dass die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) angeblich militärische Ziele im Iran getroffen haben, nachdem ein iranischer Raketenangriff auf Nordisrael erfolgte. Diese Eskalation erfolgte trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump an früheren israelischen Angriffen in Beirut und seines aktiven Einsatzes für eine diplomatische Lösung zwischen Premierminister Netanyahu und Teheran.
Zuvor hatte der Iran mehrere Raketen auf Israel abgefeuert, mit Warnungen vor weiteren militärischen Aktionen im Libanon und Drohungen gegen einen fragilen Waffenstillstand angesichts festgefahrener Friedensverhandlungen. Obwohl das israelische Militär berichtete, dass alle eingehenden Raketen erfolgreich abgefangen wurden und keine Opfer zu beklagen sind, erschütterte die Eskalation die Energiemärkte erheblich.
Der Greenback erhielt Unterstützung, nachdem stärkere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen verstärkten, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen später in diesem Jahr anheben könnte. Die US-Nonfarm Payrolls (NFP) stiegen im Mai um 172.000 Stellen, verglichen mit 179.000 (revidiert von 115.000) im vorherigen Bericht, und die Arbeitslosenquote blieb im gleichen Zeitraum bei 4,3 %.
Der Schweizer Franken (CHF) schwächte sich gegenüber dem US-Dollar ab, nachdem die Inflation im Mai mit 0,6 % unter der Prognose von 0,8 % lag und die Zinserwartungen dämpfte. Trotz des leichten Anstiegs stellte der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, fest, dass der mittelfristige Inflationsdruck stabil bleibt. Folglich erwarten die Anleger nun, dass die SNB ihren Leitzins bis 2026 bei 0 % hält.
Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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