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Schiffsverbot in der Straße von Hormus löst Anstieg der US-Renditen aus, schürt Wetten auf Fed-Zinserhöhung

  • US-Staatsanleiherenditen steigen, da Beschränkungen in der Straße von Hormus die inflationsbedingten Risiken durch Öl erhöhen.
  • Fed-Zinserhöhungswahrscheinlichkeit vor dem Beschäftigungsbericht am Freitag bei fast 58%.
  • Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und Entlassungen signalisieren, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin widerstandsfähig zeigt.

Die Renditen von US-Staatsanleihen steigen am Donnerstag entlang der gesamten Kurve, da Medienberichte, wonach das Iran-Oman-Abkommen US- und israelischen Schiffen die Einfahrt in die Straße von Hormus verbieten würde, die Rohölpreise nach oben treiben, während Händler auf den neuesten Beschäftigungsbericht warten.

US-Renditen steigen, da mit dem Iran verbundene Schifffahrtsrisiken die Rohölpreise anheben und die Inflationssorgen vor den NFP verstärken

Die Nachrichtenagentur Fars berichtete, dass der Iran US- und israelische Schiffe daran hindert, Hormus zu passieren, was einen Anstieg der Ölpreise auslöste. West Texas Intermediate (WTI), die US-Benchmark für Rohöl, legt um mehr als 2,85% zu und notiert bei rund 76,45 USD pro Barrel.

Gleichzeitig halten Berichte über Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer die Anleger nervös, da die Huthi ihre Angriffe auf Saudi-Arabien fortsetzten.

Die Geldmärkte spekulierten weiterhin darauf, dass die Federal Reserve (Fed) auf ihrer Sitzung im September die Zinsen anheben würde. Laut Prime Terminal liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) bei fast 58%, während die Chance, die Zinsen im aktuellen Bereich von 3,50%–3,75% zu belassen, bei 42% liegt.

Quelle: Prime Terminal

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe liegt bei 4,672% und damit um fast sechs Basispunkte höher, was darauf hindeutet, dass die Marktteilnehmer begonnen hatten, einen möglichen Inflationsanstieg einzupreisen, der eine Zinserhöhung durch die Fed rechtfertigen würde.

Am Mittwoch sagte Mary Daly, Präsidentin der San Francisco Fed, dass sie es vorziehe, die Geldpolitik unverändert zu lassen, und dass die Zentralbank weitere Daten sammeln müsse, bevor sie sich auf eine Entscheidung festlege. Unterdessen erklärte Fed-Gouverneurin Lisa Cook, dass sie eine Beibehaltung der Zinsen unterstütze, fügte jedoch hinzu, dass sie bereit wäre zu handeln, falls die Disinflation ins Stocken gerät.

Auf der Datenseite zeigte der US-Wirtschaftskalender, dass sich der Arbeitsmarkt weiterhin robust präsentiert, da die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 1. August bei 199.000 lagen und damit unter der von Analysten erwarteten Prognose von 202.000. Die US-Challenger-Entlassungen zeigten, dass die Entlassungen im Juli auf ein Zweijahrestief gefallen sind, was mit einem stabilen Arbeitsmarkt vereinbar ist.

Der Fokus der Händler richtet sich nun auf die Nonfarm Payrolls, die voraussichtlich bei 80.000 liegen werden, also fast doppelt so hoch wie der Wert vom Juni. Gleichzeitig dürfte die Arbeitslosenquote unverändert bei 4,2% bleiben.

US-Staatsanleiherenditen – Chart

US-Renditen

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.

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