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Rekord: 45 % der Zentralbanken erwarten kurzfristig mehr Goldkäufe

  • Fast die Hälfte der Zentralbanken weltweit erwartet, ihre Goldbestände in den nächsten zwölf Monaten zu erhöhen.
  • Zentralbanker sehen Gold zunehmend als strategischen Vermögenswert, was zur anhaltenden Nachfrage nach dem Edelmetall beiträgt.
  • Der Hauptfaktor, der die Attraktivität von Gold für Zentralbanken als strategisches Reservevermögen verstärkt, ist die geopolitische Unsicherheit.

Die Nachfrage nach Gold durch globale Zentralbanken wird voraussichtlich in diesem Jahr stark bleiben, trotz eines Anstiegs der Barrenpreise um über 120 % in den letzten zwei Jahren, wie Daten des World Gold Council (WGC) zeigen, die am Dienstag veröffentlicht wurden.

Die Umfrage zu den Goldreserven der Zentralbanken 2026 (CBGR), die zwischen dem 5. Februar und dem 1. Mai durchgeführt wurde, zeigt, dass 45 % der Befragten (Reservenmanager bei Zentralbanken) erwarten, dass ihre eigenen Goldreserven in den nächsten 12 Monaten steigen werden, der höchste Anteil aller Zeiten. Die Mehrheit der Befragten (54 %) sieht keine Veränderung der aktuellen Reserven, während nur 1 % eine Reduzierung der Barrenbestände prognostizieren.

Die Umfrage zeigte außerdem, dass 89 % der Befragten erwarten, dass die gesamten Goldreserven der globalen Zentralbanken in den nächsten 12 Monaten zunehmen werden.

Die Nachfrage nach Gold durch globale Zentralbanken ist in den letzten Jahren robust geblieben und wurde zu einem der Hauptfaktoren, die die Preisrallye im Jahr 2025 stützen. Die Zentralbanken blieben beim Kauf von Barren als Absicherung gegen geopolitische Spannungen und hohe Inflation engagiert.

Die Daten des World Gold Council (WGC) zeigen, dass Zentralbanken im Durchschnitt 1.000 Tonnen Gold in den letzten vier Jahren akkumuliert haben, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Durchschnitt von 500 Tonnen im vorangegangenen Jahrzehnt darstellt.

Die CBGR-Umfrage nennt Zinsentscheidungen als einen der wichtigsten Faktoren für Entscheidungen bezüglich der Verwaltung von Goldreserven, gefolgt von geopolitischer Instabilität und Inflationssorgen.

Der Hauptfaktor, der die Attraktivität von Gold für Zentralbanken als strategisches Reservevermögen verstärkt, ist die geopolitische Unsicherheit. 90 % der Befragten gaben an, dass die Performance von Gold in Krisenzeiten für ihre Organisation sehr relevant ist. 84 % der Befragten nannten die Rolle von Gold als Wertaufbewahrungsmittel als relevanten Faktor, während 83 % auf die Eigenschaft von Gold als Portfolio-Diversifikator hinwiesen.

Bezüglich der US-Dollar (USD)-Bestände zeigte die Umfrage, dass 74 % der Befragten moderate oder deutlich geringere US-Dollar-Bestände innerhalb der globalen Reserven in den nächsten fünf Jahren erwarten. Gleichzeitig wird erwartet, dass der Anteil der Bestände anderer Währungen wie Euro (EUR) und chinesischem Renminbi (RMB) stabil bleibt.

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