Pfund Sterling behält Gewinne, da der US-VPI die Chancen auf eine Zinserhöhung der Fed im September verringert
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- GBP/USD hält sich nahe seinem höchsten Stand seit dem 16. Juli nach dem US-VPI-Bericht.
- Händler schrauben die Erwartungen für eine Zinserhöhung der Fed im September nach den Inflationsdaten zurück.
- Der Fokus richtet sich am Donnerstag auf das britische BIP und die US-EPI-Daten.
GBP/USD wird am Mittwoch leicht höher gehandelt, da der US-Dollar (USD) nach der Veröffentlichung der jüngsten US-Inflationsdaten unter leichtem Druck steht. Die Marktreaktion bleibt jedoch begrenzt, da die Daten weitgehend den Erwartungen entsprachen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert GBP/USD bei rund 1,3523 und damit nahe seinem höchsten Stand seit dem 16. Juli.
Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juli um 0,1%, nachdem er im Juni um 0,4% gefallen war, während sich die Jahresrate von 3,5% auf 3,4% abschwächte. Der Kern-VPI legte im Monatsvergleich um 0,2% zu, nachdem er im Juni unverändert geblieben war, während sich die Jahresrate von 2,6% auf 2,5% verlangsamte.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,67 und liegt damit im Tagesverlauf um 0,15% niedriger. Auch die Renditen von US-Staatsanleihen geben entlang der gesamten Kurve leicht nach, wobei die zweijährige Rendite um 4,6 Basispunkte gegenüber dem Tagestief von 4,220% gefallen ist
Die im Rahmen der Erwartungen liegenden Daten verschafften den Händlern kaum Erleichterung, da die Inflationsrisiken angesichts der erhöhten Energiepreise weiterhin nach oben gerichtet sind. Die Hoffnungen auf eine unmittelbare Wiedereröffnung der Straße von Hormus bleiben gering, wodurch ein geopolitischer Risikoaufschlag in den Ölpreisen eingepreist bleibt. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 81,60 USD je Barrel und liegt damit in dieser Woche bislang mehr als 6% im Plus.
Vor diesem Hintergrund erwarten Händler, dass die Federal Reserve (Fed) an ihrer restriktiven geldpolitischen Haltung festhält, bis die Inflation klarere Anzeichen eines Rückgangs in Richtung ihres 2%-Ziels zeigt. Laut dem CME FedWatch Tool ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der September-Sitzung jedoch von 44% vor den Daten auf 38% gesunken.
Nun richtet sich die Aufmerksamkeit auf die vorläufigen Daten zum britischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das zweite Quartal sowie auf den US-Erzeugerpreisindex (EPI), die am Donnerstag veröffentlicht werden. Die Veröffentlichungen könnten dem Paar neue Richtungsimpulse geben.
Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.
Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.
Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.
Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.
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