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Ökonomen sind sich einig: Fed wird die Zinssätze in diesem Jahr unverändert lassen – Reuters-Umfrage

Eine große Mehrheit der Ökonomen erwartet, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze im September und für den Rest dieses Jahres unverändert lässt, wie aus einer Reuters-Umfrage hervorgeht, die zwischen dem 12. und 17. August durchgeführt wurde.

Die Umfrage ergab, dass 94 von 104 Ökonomen erwarten, dass die Fed ihren Leitzins auf ihrer Sitzung am 15. bis 16. September unverändert in einer Spanne von 3,50 % bis 3,75 % belässt, was weitgehend dem Ergebnis der Umfrage vom Vormonat entspricht. Fast 80 % der Befragten, oder 80 Ökonomen, prognostizieren bis zum Jahresende keine Veränderung der Zinssätze.

Die Medianwerte der Umfrage deuten zudem darauf hin, dass die Zinsen bis Ende 2027 auf dem aktuellen Niveau bleiben werden.

Ökonomen erwarten, dass die Inflation der persönlichen Konsumausgaben (PCE) in diesem Jahr im Durchschnitt 3,5 % betragen wird, unverändert gegenüber der Prognose des Vormonats. Laut den Medianwerten der Umfrage dürfte die Inflation mindestens bis 2028 über dem 2%-Ziel der Fed bleiben.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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