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NZD/USD handelt mit negativer Tendenz um 0,5825; das Abwärtsrisiko scheint begrenzt

  • NZD/USD bewegt sich am Mittwoch nach unten, da das risikoscheue Umfeld den Kiwi belastet.
  • Der USD bleibt nahe einem Zwei-Wochen-Tief aufgrund von Trumps Zollbedrohungen und unterstützt das Paar.
  • Händler blicken nun auf die US-PCE-Daten am Donnerstag vor dem NZ-CPI-Bericht am Freitag.

Das Paar NZD/USD driftet während der asiatischen Sitzung am Mittwoch nach unten und zieht sich weiter von der Nähe eines Mehrmonatshochs um die Region 0,5850-0,5855 zurück, die am Vortag erneut getestet wurde. Die Kassakurse zeigen jedoch kein bärisches Momentum und handeln derzeit um die 0,5825-Marke, was einem Rückgang von weniger als 0,15% für den Tag entspricht.

US-Präsident Donald Trump drohte, zusätzliche Zölle auf europäische Verbündete zu erheben, angesichts der steigenden Spannungen über Grönland. Die Ankündigung veranlasste die Europäische Union (EU), mögliche wirtschaftliche Gegenmaßnahmen zu prüfen, sollte es zu den Abgaben kommen, was die Sorgen schürt, dass der Handelskrieg erneut eskalieren könnte. Diese Entwicklung kommt zu den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten hinzu und belastet die Stimmung der Anleger, was wiederum den risikosensiblen Kiwi untergräbt.

In der Zwischenzeit haben Trumps erneute Zollbedrohungen den 'Sell America'-Handel wiederbelebt und einen steilen Rückgang des US-Dollars (USD) seit Beginn dieser Woche ausgelöst. Tatsächlich verharrt der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb verfolgt, nahe seinem niedrigsten Stand seit dem 6. Januar, der am Dienstag erreicht wurde, trotz reduzierter Wetten auf eine aggressivere geldpolitische Lockerung durch die US-Notenbank (Fed). Dies erfordert Vorsicht, bevor man sich auf tiefere Verluste des NZD/USD-Paares positioniert.

Darüber hinaus macht die hawkische Aussicht der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) auf den zukünftigen geldpolitischen Kurs es ratsam, auf einen starken Verkaufsdruck zu warten, bevor man bestätigt, dass die Kassakurse ihren Höhepunkt erreicht haben. Händler könnten auch entscheiden, auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) am Donnerstag zu warten, die von den endgültigen BIP-Daten für das dritte Quartal begleitet wird. Dies, zusammen mit den vierteljährlichen Verbraucherpreisdaten Neuseelands am Freitag, würde das NZD/USD-Paar antreiben.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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