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NZD/USD erholt sich von fast zweiwöchigem Tief, bleibt unter 0,6000 anfällig

  • NZD/USD zieht einige Käufer an nach den hawkischen Kommentaren von RBNZ-Gouverneurin Breman am Donnerstag.
  • Die weniger dovishen FOMC-Protokolle unterstützen den USD dabei, Gewinne zu sichern und begrenzen den Aufwärtstrend des Paares.
  • Der fundamentale Hintergrund erfordert ebenfalls Vorsicht, bevor Positionierungen für einen signifikanten Aufwärtstrend vorgenommen werden.

Das NZD/USD-Paar erholt sich leicht aus der Nähe der mittleren 0,5900er oder einem fast zweiwöchigen Tief, das während der asiatischen Sitzung am Donnerstag erreicht wurde, und holt einen Teil der Verluste vom Vortag zurück, die durch die dovishe Haltung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) inspiriert wurden. Die Kassakurse fehlen jedoch an bullischer Überzeugung und handeln derzeit um die 0,5975-Marke, was einem Tagesgewinn von weniger als 0,15% entspricht.

Die RBNZ hielt ihren Official Cash Rate (OCR) am Ende der Zinsentscheidung im Februar am Mittwoch bei 2,25% und bekräftigte einen akkommodierenden geldpolitischen Ausblick inmitten der Erwartungen, dass die Inflation im nächsten Jahr wieder auf das Ziel zurückkehren wird. Die Händler reagierten schnell und schoben den wahrscheinlichen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung weiter in das späte Jahr 2026. Dies wird als Gegenwind für den neuseeländischen Dollar (NZD) und das NZD/USD-Paar angesehen.

Dennoch sagte die neue Gouverneurin der RBNZ, Anna Breman, am Donnerstag, dass wir früher handeln würden, um die Zinsen zu erhöhen, wenn wir Veränderungen im Preisverhalten sehen, eine viel stärkere wirtschaftliche Erholung, die höhere Zinssätze aufrechterhalten kann. Dies, zusammen mit einem positiven Ton an den Aktienmärkten, bietet dem risikosensiblen Kiwi und dem NZD/USD-Paar etwas Unterstützung. Ein bullischer US-Dollar (USD) könnte jedoch einen signifikanten Aufwärtstrend des Währungspaares begrenzen.

Der USD-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Währungskorb abbildet, sichert sich die Gewinne des Vortages, die durch die weniger dovishen FOMC-Protokolle angeführt wurden, die zeigten, dass die Entscheidungsträger über den Zeitpunkt weiterer Zinssenkungen gespalten waren. Mehrere Beamte deuteten an, dass weitere Zinssenkungen gerechtfertigt sein könnten, wenn die Inflation wie erwartet sinkt, während andere warnten, dass eine zu frühe Lockerung bei erhöhter Inflation das Ziel der Federal Reserve (Fed) von 2% gefährden könnte.

Unterdessen deuten Berichte darauf hin, dass das US-Militär bereit ist, Iran bereits an diesem Wochenende anzugreifen, was geopolitische Risiken aufrechterhält. Dies erweist sich als ein weiterer Faktor, der den sicheren Hafen-Status des Greenbacks untermauert und möglicherweise dazu beiträgt, das NZD/USD-Paar zu begrenzen. Die Händler blicken nun auf die US-Makrodaten, die zusammen mit Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder den USD antreiben und später während der nordamerikanischen Sitzung für Impulse sorgen werden.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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