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Nagel von der EZB: Es wird Monate dauern, bis die Ölversorgung wieder normal ist

Joachim Nagel, Mitglied des EZB-Rates und Präsident der Deutschen Bundesbank, sagte während der europäischen Handelssitzung am Montag, dass es trotz der Finalisierung des Friedensrahmens zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran in absehbarer Zeit keine Entlastung von der hohen Inflation zu geben scheint. Nagel stellte klar: „Sollte die Straße von Hormus bald wieder befahrbar werden, wird es Monate dauern, bis das Ölangebot wieder normal ist.“

Zusätzliche Bemerkungen

EZB hält alle Optionen für die Juli-Sitzung offen.

Die EZB hat es nicht mehr mit einem kurzfristigen Angebotsschock zu tun.

Zweite Effekte durch Energie können nicht ausgeschlossen werden.

Die geldpolitischen Einstellungen der EZB sind weiterhin weitgehend neutral.

Marktreaktion

Nach den Äußerungen von EZB-Mitglied Nagel scheint es keine unmittelbare Reaktion auf den Euro (EUR) zu geben. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung notiert EUR/USD 0,35 % höher bei knapp 1,1605 vor dem Hintergrund einer risikofreudigen Marktstimmung.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.


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