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Krieg, Chaos und der Goldpreis: Warum Gold jetzt wieder im Rampenlicht steht

Ob Afghanistan 1980, der Ukraine-Krieg 2022 oder viele andere Konflikte der vergangenen Jahrzehnte: Ein Blick in die Geschichte zeigt ein bemerkenswertes Muster. Die ersten Tage eines Krieges zwischen Staaten markieren häufig kurzfristige Hochpunkte beim Fiat-Preis von Gold. Der Goldpreis reagiert auf geopolitische Schocks meist blitzschnell – und genau das scheint sich auch jetzt wieder zu wiederholen.

Denn eines ist klar: Eine neue militärische Eskalation ist Realität. Und sie könnte die Finanzmärkte in den kommenden Wochen massiv bewegen.

Angriff, Schlagzeilen – und plötzlich schießt der Goldpreis nach oben

Am Samstagmorgen griff die US-Regierung das iranische Regime an. Finanziert wurde diese militärische Operation – wie so oft – über neue Schulden und Fiat-Geld, das letztlich von amerikanischen Steuerzahlern stammt.

Die unmittelbare Marktreaktion ließ nicht lange auf sich warten. Der Goldpreis schoss nach oben und erreichte die entscheidende Gewinnmitnahmezone bei 5.600 US-Dollar.

Während Regierungen Befehle erteilen, kämpfen andere Menschen die Kriege. Ein bitterer Gedanke, der gerade in solchen Momenten vielen Investoren durch den Kopf geht.

Und während die Welt auf die geopolitischen Spannungen blickt, fällt noch etwas auf: Die neue Krise hat die Aufmerksamkeit der großen Medien abrupt verschoben. Themen, die zuvor wochenlang Schlagzeilen machten, sind plötzlich aus den Nachrichten verschwunden.

Der Goldpreis im Chart: Ein explosives Muster entsteht

Noch spannender als die Schlagzeilen ist allerdings der Blick auf den Chart. Das Kursbild von PAX Gold (PAXG/USDT) zeigt derzeit ein Muster, das viele Trader sofort erkennen: ein massives aufsteigendes Dreieck.

Solche Formationen gelten unter Marktbeobachtern als klassische Fortsetzungsmuster.

Und die Konsequenz daraus könnte spektakulär sein.

Die Struktur des Charts deutet darauf hin, dass der Goldpreis schon bald eine neue Rally starten könnte – mit einem möglichen Zielbereich von 6.600 US-Dollar.

Das wäre nicht nur ein neues Rekordniveau, sondern würde die Dynamik der aktuellen Gold-Hausse nochmals massiv verstärken.

Die entscheidende Zone: Hier könnte Gold wieder gekauft werden

Doch nicht jeder Investor kauft in steigende Kurse hinein. Wer taktisch vorgeht, wartet auf Rücksetzer.

Eine besonders wichtige Zone liegt derzeit im Bereich von 5.100 US-Dollar. In diesem Bereich sehen viele Marktbeobachter eine massive Kaufzone.

Der Gedanke dahinter ist simpel: Langfristig geht es beim Vermögensaufbau vor allem darum, seinen Anteil an realen Assets zu erhöhen – und Gold steht dabei traditionell ganz oben auf der Liste.

Der US-Dollar gegen Gold: Eine Geschichte von nur vier Rallys

Wenn man den Goldpreis über mehrere Jahrzehnte betrachtet, wird ein Punkt besonders deutlich.

In den vergangenen 55 Jahren gab es lediglich vier Rallys, in denen Fiat-Währungen – insbesondere der US-Dollar – gegenüber Gold an Stärke gewonnen haben. Doch selbst diese Bewegungen waren vergleichsweise klein.

Eine fünfte Rally könnte irgendwann folgen. Doch viele Marktbeobachter halten es für durchaus möglich, dass diese erst beginnt, wenn der Goldpreis bereits über 6.000 US-Dollar gestiegen ist.

Für den durchschnittlichen Anleger könnte deshalb eine Mischung aus 30 % Goldbarren, 30 % Fiat-Geld und 30 % Minenaktien oder Silber eine sinnvolle Strategie darstellen.

Öl könnte die nächste Inflationswelle auslösen

Die geopolitische Lage hat noch eine weitere Konsequenz: den Ölmarkt.

Die Straße von Hormus ist einer der wichtigsten Energiekorridore der Welt. Sollte dieser Engpass dauerhaft blockiert werden, könnte der Ölpreis explosionsartig steigen.

Wenn sich die militärische Lage schnell beruhigt, könnte Öl auf etwa 100 US-Dollar steigen.

Sollte der Konflikt jedoch eskalieren und sich zu einem langwierigen Krieg entwickeln, sind auch Preise von 200 bis 250 US-Dollar denkbar.

Ein Blick auf den WTI-Chart zeigt derzeit eine große inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation mit einem möglichen Zielbereich zwischen 100 und 147 US-Dollar.

Inflation außer Kontrolle? Der nächste Schock könnte bereits kommen

Die jüngsten Inflationsdaten liefern ohnehin wenig Grund zur Entspannung.

Der letzte Bericht zur Produzentenpreisinflation lag bei rund 10 % auf Jahresbasis – ein Wert, der bereits jetzt alarmierend ist.

Sollte der Ölpreis durch die geopolitischen Spannungen weiter steigen, könnte die Produzentenpreisinflation im nächsten Bericht sogar auf 15 % klettern.

Und genau das ist ein Umfeld, in dem der Goldpreis traditionell stark performt.

US-Aktienmarkt: Läutet jetzt die Totenglocke?

Ein weiterer Blick auf die langfristige Bewertung des S&P 500 sorgt ebenfalls für Unruhe.

Das inflationsbereinigte Shiller-KGV befindet sich weiterhin auf extrem hohen Niveaus. Viele Analysten sehen darin ein klares Warnsignal für eine mögliche Überbewertung des US-Aktienmarktes.

Für Regierungen ist ein steigender Aktienmarkt ein politisch willkommenes Signal, weil er wirtschaftliche Stärke suggeriert und Investoren beruhigt.

Ein plötzlicher Einbruch wäre deshalb für viele schuldengetriebene Volkswirtschaften ein massives Problem.

Ein ominöses Signal aus dem Dow-Index

Auch die Marktbreite liefert Hinweise auf mögliche Risiken.

Die Advance-Decline-Line des Dow Jones zeigt derzeit eine kritische Zone. Sollte dieser Indikator unter 553 Punkte fallen und der Dow-Transportindex gleichzeitig unter 19.000 Punkte schließen, wäre das ein deutliches Warnsignal für den Gesamtmarkt.

Viele Marktbeobachter halten ein solches Szenario inzwischen für durchaus realistisch.

Goldminen: Die vielleicht größte Kaufzone der Geschichte

Während viele Anleger auf den Goldpreis selbst schauen, richten erfahrene Investoren ihren Blick längst auf einen anderen Markt: Goldminen.

Der S&P/TSX Venture Composite Index zeigt eine Zone zwischen 800 und 1.100 Punkten, die von einigen Marktbeobachtern als eine der größten Kaufgelegenheiten der Börsengeschichte beschrieben wird.

Der Grund ist einfach.

Bei einem Goldpreis von 5.100 US-Dollar und einem Silberpreis von 80 US-Dollar werden viele Produzenten zu echten Cashflow-Maschinen.

Selbst Explorationsunternehmen profitieren, weil ihre Förderkosten im Vergleich zum Marktpreis extrem niedrig sind.

Das größte Risiko für Anleger: Nicht investiert zu sein

Natürlich können Märkte jederzeit pausieren. Kurzfristige Rücksetzer sind völlig normal.

Deshalb halten viele erfahrene Investoren immer einen Teil ihres Vermögens in Fiat-Geld, um emotionale Schwankungen besser auszuhalten.

Doch das eigentliche Risiko sehen viele Marktbeobachter derzeit woanders: nicht investiert zu sein, während der Goldpreis weiter steigt.

GDX-Chart zeigt historische Konstellation

Auch der Chart des VanEck Gold Miners ETF (GDX) liefert ein faszinierendes Bild – besonders wenn man ihn nicht in Dollar, sondern direkt in Gold bewertet.

Diese Perspektive zeigt deutlich, wie stark Goldminen historisch auf steigende Goldpreise reagieren können.

Die große Lehre aus früheren Goldpreis-Korrekturen

Die Geschichte zeigt immer wieder dasselbe Muster.

Viele Anleger verkaufen ihre Bestände genau dann, wenn der Goldpreis kurzzeitig fällt.

Das passierte im Mai 2006, im Oktober 2008 und erneut im Oktober 2023.

Doch der globale Goldmarkt hat sich verändert.

Allein in China und Indien sind inzwischen rund drei Milliarden Menschen Teil der wachsenden Gold-Nachfrage. Diese neue Käuferbasis sorgt dafür, dass Rücksetzer beim Goldpreis heute oft als Kaufchance gesehen werden.

Genau deshalb betrachten viele Investoren den jüngsten kleinen Rückgang beim Goldpreis nicht als Warnsignal – sondern als Geschenk.

Für Anleger, die an den langfristigen Bullenmarkt von Gold glauben.

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