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Japanischer Yen springt, da die BoJ die Tür für schnellere Zinserhöhungen öffnet

  • Der japanische Yen stärkt sich deutlich nach Äußerungen, die einen flexibleren Ansatz bei Zinserhöhungen in Japan unterstützen.
  • Die US-Beschäftigungsdaten bleiben trotz stärker als erwartet ausgefallener Aktivität im Dienstleistungssektor im August fragil.
  • Anleger bekräftigen die Erwartungen einer geldpolitischen Lockerung durch die Federal Reserve vor dem US-Arbeitsmarktbericht.

USD/JPY setzt seinen Rückgang am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge fort und handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 155,40, was einem Minus von 2,07% gegenüber dem Tag entspricht. Das Paar gerät unter starken Verkaufsdruck, da der japanische Yen (JPY) sowohl von einem hawkischeren Ton der Bank of Japan (BoJ) als auch von anhaltenden Sorgen über eine mögliche Intervention der japanischen Behörden am Devisenmarkt profitiert.

Das BoJ-Vorstandsmitglied Hajime Takata sagte am Mittwoch, dass die Zentralbank bei künftigen Zinserhöhungen einen flexibleren Ansatz verfolgen sollte. Er argumentierte, dass das Jahr 2026 einen strukturellen Wandel im Wirtschaftsregime markiere, der insbesondere durch das globale Wachstum und Investitionen im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz angetrieben werde. Takata ist daher der Ansicht, dass die BoJ über ihr traditionelles Tempo von Zinserhöhungen alle sechs Monate hinausgehen und eine breitere Palette von Optionen in Betracht ziehen sollte, anstatt sich systematisch auf Erhöhungen um 25 Basispunkte zu beschränken.

Diese Äußerungen bekräftigen die Erwartungen einer weiteren Straffung der Geldpolitik in Japan und stützen den japanischen Yen. Anleger preisen inzwischen eine Zinserhöhung bei der Sitzung der BoJ am 16. und 17. September vollständig ein.

Die japanische Währung profitiert zudem vom anhaltenden Risiko einer Intervention am Devisenmarkt. Japans oberster Währungsdiplomat Atsushi Mimura bekräftigte am Donnerstag, dass die Behörden weiterhin bereit seien zu intervenieren. Er sagte, er sei mit den aktuellen Bedingungen am Devisenmarkt „weder zufrieden noch einverstanden“, lehnte es jedoch ab zu sagen, ob die Behörden in jüngster Zeit Kursprüfungen mit Marktteilnehmern durchgeführt hätten. Der jüngste Anstieg von USD/JPY über die psychologisch wichtige Marke von 160,00 hatte die Spekulationen über eine mögliche Intervention verstärkt.

Auf US-Seite bleibt der US-Dollar (USD) unter Druck, da die jüngsten Daten weiterhin ein gemischtes Bild der Wirtschaft zeichnen. Der am Mittwoch veröffentlichte Bericht von Automatic Data Processing (ADP) zeigt, dass der US-Privatsektor im August nur 38.000 Stellen geschaffen hat, verglichen mit den erwarteten 47.000, was die Anzeichen einer Abschwächung am Arbeitsmarkt verstärkt.

Die am Donnerstag veröffentlichten Daten liefern dennoch einige ermutigendere Signale. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der Woche bis zum 29. August leicht auf 206.000, nach zuvor 204.000 und Erwartungen von 205.000. Auch die fortgesetzten Anträge auf Arbeitslosenhilfe erhöhten sich auf 1,779 Millionen.

Auch die Aktivität im Dienstleistungssektor erweist sich als stärker als erwartet. Der Einkaufsmanager-Index (EMI) für den Dienstleistungssektor des Institute for Supply Management (ISM) stieg im August auf 55,4 von 54,1 im Juli und übertraf damit die Erwartungen von 54,3. Die Auftragseingänge beschleunigten sich deutlich auf 60,9, während der Beschäftigungsindex leicht auf 47,8 stieg, jedoch unter der Schwelle von 50 blieb, die Expansion von Kontraktion trennt. Auch der Inflationsdruck bleibt bestehen, wobei der Index der gezahlten Preise von zuvor 70,3 auf 72,6 stieg.

Trotz der Widerstandsfähigkeit der Dienstleistungsaktivität bleiben Anzeichen von Schwäche am Arbeitsmarkt der Fokus für den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed). Anleger warten nun auf den Nonfarm-Payrolls-(NFP)-Bericht vom Freitag, der weitere Hinweise auf die Beschäftigungslage liefern und darüber entscheiden könnte, ob die jüngste Schwäche des US-Dollars anhalten kann.

USD/JPY technische Analyse



Im Tageschart notiert USD/JPY bei 155,43 und behält damit einen kurzfristig bärischen Bias bei, da der Spotkurs weiterhin unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 159,97 und dem 200-Tage-SMA bei 158,46 liegt. Das Paar versucht sich nach einem kräftigen Rückgang zu stabilisieren, doch der Moving Average (100, close, 0) und der Moving Average (200, close, 0) darüber verstärken den gedeckelten Ton, während der Relative Strength Index (RSI) bei 28,57 im überverkauften Bereich liegt und darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum kurzfristig überdehnt sein könnte.

Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand bei 156,00, vor dem dichteren Angebotsbereich, der durch den 200-Tage-SMA bei 158,46 und den 100-Tage-SMA bei 159,97 definiert wird. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 155,23, mit weiteren Unterstützungen bei 155,04 und 154,50; ein entscheidender Bruch unter diese Niveaus würde die jüngste bärische Bewegung wieder eröffnen, während ein Bounce aus dieser Zone lediglich korrektiv wäre, solange der Kurs unter den wichtigen gleitenden Durchschnitten bleibt.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

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