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Japanische Yen-Bullen scheinen angesichts fiskalischer Sorgen und der großen US-Japan-Zinsdifferenz zögerlich

  • USD/JPY stabilisiert sich während der asiatischen Sitzung nach den moderaten Verlusten des Vortags.
  • Japans fiskalische Sorgen und die große US-Japan-Zinsdifferenz halten die JPY-Bullen in der Defensive.
  • Steigende Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im September und geopolitische Risiken stützen den USD und das Paar.

Das Paar USD/JPY hält sich während der asiatischen Sitzung am Dienstag stabil unter der psychologisch wichtigen Marke von 160,00 und bleibt nahe einem Einmonatshoch, das am Vortag erneut getestet wurde.

Die Sorge über Japans enorme Staatsverschuldung, steigende langfristige Finanzierungskosten und expansive Fiskalpolitik untergraben weiterhin das Vertrauen in den japanischen Yen (JPY). Darüber hinaus hält die anhaltend große Zinsdifferenz zwischen Japan und anderen großen Volkswirtschaften, einschließlich der USA, die JPY-Bullen in der Defensive, was wiederum dem Währungspaar USD/JPY Rückenwind verleiht.

Der US-Dollar (USD) hingegen zieht nach dem Pullback des Vortags von einem Mehrwochenhoch erneut Käufer an, da die Erwartungen an eine hawkische US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und die eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran zunehmen. Händler haben ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank im September nach den Äußerungen von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Symposium am Freitag erhöht.

Tatsächlich räumte Warsh ein, dass die Inflation heiß läuft, und deutete am Freitag an, dass die Zinsen weiter steigen könnten, wenn bei der Eindämmung des Preisdrucks nicht mehr Fortschritte erzielt werden. Hinzu kommen Inflationssorgen aufgrund höherer Energiepreise, die die hawkische Haltung der Fed stützen, was zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten dem sicheren Greenback weiterhin etwas Unterstützung verleiht.

In den jüngsten Entwicklungen rund um die Nahost-Krise griffen US-Streitkräfte am Sonntag zwei Raketenwerfer auf der iranischen Insel Larak in der Straße von Hormus an, woraufhin der Iran einen Gegenangriff auf amerikanische Luftwaffenstützpunkte in Jordanien startete. US-Präsident Donald Trump drohte nach dem ersten direkten Angriffsaustausch seit einem Monat mit weiteren Angriffen auf den Iran, was die Rohölpreise und den USD stützt.

Der vorgenannte fundamentale Hintergrund scheint zugunsten der Bullen zu tendieren, obwohl Befürchtungen vor einer weiteren gemeinsamen Intervention von Tokio und Washington den Aufwärtstrend des Paares USD/JPY begrenzen. Händler blicken nun auf die wichtigen US-Makrodaten dieser Woche, beginnend mit dem ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe später am heutigen Tag. Der Fokus wird jedoch auf dem US-Bericht zu den Nonfarm Payrolls (NFP) am Freitag liegen.

USD/JPY 4-Stunden-Chart

Technische Analyse

Das Paar USD/JPY zeigt sich kurzfristig neutral und konsolidiert oberhalb des 100-Perioden-Simple Moving Average (SMA) bei 159,19 auf dem 4-Stunden-Chart, was auf eine zugrunde liegende Nachfrage hindeutet. Die Kassakurse bleiben jedoch durch den 200-Perioden-SMA bei 160,26 gedeckelt, wodurch Aufwärtsversuche begrenzt werden, während das Paar um das 50,0%-Fibonacci-Retracement bei 159,59 schwankt.

Der unmittelbare Widerstand oberhalb des 200-Perioden-SMA liegt beim 61,8%-Fibo. bei 160,62, während sich höhere Barrieren bei 162,09 und 163,96 ergeben. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 50,0%-Retracement bei 159,59 und dem 100-Perioden-SMA bei 159,19, vor tieferen Fibonacci-Unterstützungen bei 158,56 und 157,28, wobei die breitere strukturelle Untergrenze nahe 155,21 gesehen wird.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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