Inflationserwartungen der Verbraucher in der Eurozone für ein Jahr kühlen auf 3,5 % ab – EZB-Umfrage zeigt
| |Automatische ÜbersetzungZum OriginalLaut der neuesten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) wird erwartet, dass die Inflationserwartungen für die Eurozone mit einem Einjahreshorizont zurückgehen, während die längerfristigen Prognosen stabil bleiben, berichtet Reuters. Die Umfrage unter 19.000 Erwachsenen in 11 Ländern des gemeinsamen Kontinents zeigt außerdem, dass die Verbraucher nun weniger pessimistisch hinsichtlich der Wachstumsaussichten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sind.
Wesentliche Ergebnisse der Umfrage
- Die Inflationserwartungen für das kommende Jahr sanken im Mai auf 3,5% von 4,0% im April.
- Die Verbraucher sind weniger pessimistisch hinsichtlich der Wachstumsaussichten des BIP und sehen ein Gesamtwachstum von -1,7% im kommenden Jahr, eine Verbesserung gegenüber der vorherigen Prognose eines Rückgangs von 2,2% im April.
- Die Inflationserwartungen für drei und fünf Jahre bleiben unverändert bei 2,9% bzw. 2,4%.
Ein Rückgang der kurzfristigen Inflationserwartungen in der Eurozone wird die EZB-Entscheidungsträger wahrscheinlich davon abhalten, die geldpolitischen Bedingungen schnell zu verschärfen. In der geldpolitischen Erklärung dieses Monats erhöhte die EZB die Leitzinsen um 25 Basispunkte (bps).
Nach der geldpolitischen Erklärung der EZB signalisierten die Vorstandsmitglieder zudem, dass die Zentralbank mehr tun muss, damit die Inflation zum 2%-Ziel zurückkehrt. „Aus heutiger Sicht werden wir die Zinsen weiter anheben müssen, um die Inflation mittelfristig wieder auf unser Zwei-Prozent-Ziel zu bringen“, sagte die EZB-Politikerin Isabel Schnabel, wie Econostream am Donnerstag berichtete.
EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.
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