Indonesische Rupiah unter Druck - Handelsdefizit schürt Konjunktursorgen
| |Übersetzung überprüftZum Original- USD/IDR steigt angesichts zunehmenden wirtschaftlichen Drucks nach einem überraschenden Handelsdefizit von 1,61 Milliarden US-Dollar im Mai.
- Die Nonfarm Payrolls im Juni verzeichneten nur 57.000 neue Stellen, was die Erwartungen von 110.000 verfehlte, obwohl die Arbeitslosenquote unerwartet auf 4,2 % sank.
- Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September nach der Veröffentlichung von 66 % auf 52 % gesunken ist.
USD/IDR gewinnt nach leichten Verlusten am Vortag an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Freitag um die Marke von 18.000. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) seine Position trotz enttäuschender inländischer Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag hält.
Der US-Arbeitsmarkt zwingt die Wall Street, ihre Zinserwartungen aggressiv zu überdenken. Der Hauptkatalysator für diese Verschiebung war der am Donnerstag veröffentlichte Nonfarm Payrolls (NFP) Bericht für Juni. Die US-Wirtschaft schuf im letzten Monat nur 57.000 neue Arbeitsplätze und verfehlte damit den Marktkonsens von 110.000 deutlich. Während die offizielle Arbeitslosenquote unerwartet von 4,3 % im Mai auf 4,2 % sank, deutet die starke Verlangsamung bei den Neueinstellungen stark auf eine Abkühlung der Gesamtwirtschaft hin.
Folglich nutzten Händler die Daten, um ihre restriktiven Wetten zurückzufahren; laut dem CME FedWatch Tool preisen die Finanzmärkte nun eine 52%ige Chance für eine Zinserhöhung im September ein, was einen deutlichen Rückgang gegenüber den vor der Veröffentlichung eingepreisten 66 % darstellt.
Jüngste Äußerungen von Federal Reserve Vorsitzendem Kevin Warsh auf der Sintra-Konferenz der EZB bekräftigten die unabhängige Verpflichtung der Zentralbank zu einem Preisstabilitätsziel von 2 %; er räumte zudem ein, dass sich die Inflationsrisiken und -erwartungen im vergangenen Monat zu moderieren begonnen haben.
Indonesien sieht sich zunehmendem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt, nachdem im Mai ein überraschendes Handelsdefizit von 1,61 Milliarden US-Dollar verzeichnet wurde – das erste seit 2020 – sowie einem Inflationshoch von 3,34 % im Juni. Mit rückläufigen Exporten und steigenden Importen warnte Fitch Ratings, dass sinkende Devisenreserven bald die Kreditwürdigkeit des Landes gefährden könnten.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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