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Goldpreis-Prognose: XAU/USD steigt über 5.000 USD, da anhaltende US-Iran-Spannungen die Nachfrage nach sicheren Häfen anheizen

  • Der Goldpreis klettert am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf fast 5.005 USD. 
  • Die anhaltende geopolitische Unsicherheit fördert weiterhin die Zuflüsse in sichere Anlagen. 
  • Die Nominierung von Kevin Warsh als Fed-Vorsitzender könnte den Aufwärtstrend von Gold begrenzen. 

Der Goldpreis (XAU/USD) springt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf rund 5.005 USD. Das Edelmetall erholt sich nach einer Phase intensiver Volatilität. Händler wägen die nächste Runde von US-Wirtschaftssignalen und die breitere Nachfrage nach sicheren Anlagen ab.

Die Rallye des gelben Metalls wird durch eine Nachfrage nach sicheren Anlagen gestützt, nachdem das US-Militär eine iranische Drohne abgeschossen hat, die sich "aggressiv" dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln im Arabischen Meer näherte, was Ängste vor einer Eskalation zwischen den USA und dem Iran auslöste. Iranische und US-Beamte bestätigten am Mittwoch, dass Gespräche zwischen ihren Ländern am Freitag in Oman stattfinden werden. Händler werden die Entwicklungen rund um die Verhandlungen genau beobachten. 

Analysten glauben, dass die Volatilität der Edelmetalle nach dem Preisverfall anhalten wird. "Wir werden höhere Volatilitätsumgebungen aufrechterhalten als historisch, aber nicht das, was wir in den letzten Tagen hatten, es sei denn, wir erleben eine weitere Spekulationsblase", sagte Niklas Westermark, Leiter des EMEA-Rohstoffhandels bei BofA.

Dennoch könnte ein Führungswechsel in der Federal Reserve (Fed) den Aufwärtstrend von Gold begrenzen. Die Märkte erwarteten eine hawkischere und unabhängigere Fed unter Warsh. Händler reduzierten die Erwartungen an eine Zinssenkung der Fed nach der Pause im Januar und der Nominierung von Warsh. Die Finanzmärkte haben derzeit eine Wahrscheinlichkeit von fast 46% für eine Zinssenkung auf der Juni-Sitzung eingepreist, laut dem CME FedWatch-Tool.

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.


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