Goldpreis-Prognose: XAU/USD korrigiert unter 4.500 USD, da Renditen einen Teil der Verluste wieder aufholen
| |Übersetzung überprüftZum Original- Goldpreis fällt auf nahe 4.490 USD, da die Renditen von US-Staatsanleihen etwas Entlastung erhalten.
- US-Finanzministerium kündigt Pläne an, seine Anleiherückkaufoperationen deutlich auszuweiten.
- Befürchtungen über entankerte Inflationsprognosen und die explodierende US-Verschuldung haben den Renditen von US-Staatsanleihen etwas Entlastung verschafft.
Der Goldpreis (XAU/USD) fällt im europäischen Handel am Donnerstag um 0,7% auf nahe 4.490 USD. Das Edelmetall gibt von seinem früher am Tag erreichten 11-Wochen-Hoch bei 4.527 USD nach. Das gelbe Metall gerät unter Druck, da die Renditen von US-Staatsanleihen einen Teil der Verluste vom Mittwoch wieder aufholen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen die Renditen 30-jähriger US-Staatsanleihen um 0,5% höher bei nahe 5,21%. Die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen notieren 0,67% höher bei rund 4,67%.
Höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen mindern die Attraktivität zinsloser Anlagen wie Gold.
Am späten Mittwoch wurden die Renditen von US-Staatsanleihen stark belastet, nachdem das US-Finanzministerium angekündigt hatte, den maximalen Umfang seiner Liquiditätsstützungs-Rückkaufoperationen für länger laufende nominale Wertpapiere mindestens zu verdoppeln, um einen starken Anstieg der Finanzierungskosten einzudämmen, berichtete das Wall Street Journal (WSJ).
Die Finanzmärkte gehen jedoch davon aus, dass höhere Inflationsprognosen aufgrund gestiegener Ölpreise und wachsender Staatsverschuldung zu einer deutlichen Erholung der Renditen von US-Staatsanleihen geführt haben.
Analysten von Jefferies sagten, die Ankündigung des Finanzministeriums tue "wenig, um die zugrunde liegenden Probleme anzugehen, die die Anleihen nach oben treiben, darunter untragbare Haushaltsdefizite und steigende Inflationserwartungen", berichtete Reuters.
Gold Technische Analyse
Im Tageschart notiert XAU/USD bei 4.490,45 USD und setzt seinen Anstieg deutlich über dem 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 4.299,17 USD fort, womit der kurzfristige Ausblick klar bullish bleibt. Der kurzfristige Trend wird durch den Abstand zwischen Kurs und EMA gestützt, während der Relative Strength Index (RSI) bei 64,64 im positiven Bereich bleibt, aber unter der klassischen Überkauft-Schwelle liegt, was darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum stark, aber noch nicht überdehnt ist.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung im jüngsten Schlusskursbereich um 4.490 USD, während sich eine tiefere Nachfragestufe am 20-Tage-EMA nahe 4.299 USD abzeichnet, wo Käufer einen breiteren Aufwärtstrend bei einem korrigierenden Pullback wahrscheinlich verteidigen würden. Da aus dem aktuellen Datensatz keine nahegelegenen technischen Widerstände hervorgehen, bleibt der Weg des geringsten Widerstands für das Metall nach oben gerichtet, und erst ein nachhaltiger Rückgang in Richtung der 4.299-USD-Region würde den vorherrschenden bullishen Ton allmählich abschwächen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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