Gold erholt sich vom Wochentief - US-CPI begrenzt vorerst die Gewinne
| |Übersetzung überprüftZum Original- Gold zieht nahe 4.300 USD einige Dip-Käufer an, doch das Aufwärtspotenzial scheint begrenzt.
- Der US-EPI-Bericht hat die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed angeheizt und stützt den USD, was den Rohstoff deckelt.
- Geopolitische Risiken begünstigen vor dem entscheidenden US-VPI-Bericht zudem den sicheren Hafen USD.
Gold (XAU/USD) erholt sich am Freitag im asiatischen Handel leicht von der Region um 4.300 USD, oder einem Eineinhalb-Wochen-Tief, das erreicht wurde, obwohl das Aufwärtspotenzial begrenzt zu sein scheint. Der US-Erzeugerpreisindex (EPI) hat die Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) angeheizt, was den US-Dollar (USD) weiterhin stützt und das Aufwärtspotenzial für das zinslose Edelmetall begrenzt. Die Händler scheinen zudem zurückhaltend zu sein und warten auf die Veröffentlichung der jüngsten US-Verbraucherinflationszahlen, bevor sie sich für den nächsten Schritt einer Richtungsbewegung positionieren.
Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) berichtete am Donnerstag, dass sich der headline EPI im August auf eine Jahresrate von 5,4% beschleunigte, verglichen mit dem nach oben revidierten Wert des Vormonats von 4,8% und den Schätzungen von 5,3%. Ohne Lebensmittel und Energie lag die Kernkennzahl im Rahmen der Prognosen und stieg im Jahresvergleich auf 4,6% nach 4,3% im Juli. Dies kommt zusätzlich zu den Inflationsrisiken durch erhöhte Energiepreise und bekräftigt die Erwartungen, dass die US-Notenbank die Kreditkosten in der kommenden Woche anheben wird.
Tatsächlich schossen die Rohölpreise angesichts einer weiteren Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran auf den höchsten Stand seit dem 21. Mai. Das US-Finanzministerium plant, am Montag im Rahmen seiner laufenden wirtschaftlichen Druckkampagne gegen den Iran eine große, nicht genannte Bank zu sanktionieren. Darüber hinaus haben die von Iran unterstützten Houthi im Jemen die wichtige Rotmeer-Stadt Mocha eingenommen, ihre Kontrolle über die strategische Bab-al-Mandab-Straße ausgeweitet und die wachsenden Marktbedenken hinsichtlich einer längeren Unterbrechung der Ölversorgung verstärkt.
Unterdessen sagte US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg mit dem Iran wahrscheinlich bis nach den Zwischenwahlen im November andauern werde. Damit bleibt die geopolitische Risikoprämie im Spiel, was die Rohölpreise und den sicheren Hafen Greenback weiterhin stützen könnte. Ein starker US-VPI-Wert würde den USD daher weiter nach oben treiben, weshalb vor bullischen Wetten auf Gold Vorsicht geboten ist. Dennoch ist der Rohstoff weiterhin auf Kurs, Wochenverluste zu verbuchen und sich weiter zu verbilligen.
XAU/USD daily chart
Technical Analysis
Das Edelmetall notiert geringfügig über dem 50%-Retracement bei 4.320 USD und dem 200-Tage Exponential Moving Average (EMA) bei 4.313 USD, wodurch der Preis durch wichtige mittelfristige Trendreferenzen gestützt bleibt. Die Momentum-Indikatoren schwächen sich jedoch ab, wobei der Moving Average Convergence Divergence (MACD) im negativen Bereich liegt und der Relative Strength Index (RSI) knapp unter der 50-Linie verharrt, was eher auf einen nachlassenden bullischen Impuls als auf eine klare Umkehr hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 38,2%-Fibonacci-Retracement bei 4.409 USD, gefolgt von einer stärkeren Barriere beim 23,6%-Retracement bei 4.519 USD. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung beim 50%-Retracement bei 4.320 USD gesehen, verstärkt durch den 200-Tage-EMA bei 4.313 USD. Ein Bruch unter diesen Bereich würde das 61,8%-Retracement bei 4.231 USD und anschließend das 78,6%-Niveau bei 4.104 USD freilegen, wobei das vorherige Zyklustief um 3.943 USD als weiter entfernte Untergrenze fungiert.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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