GBP/JPY steigt leicht aufgrund starker britischer Daten, schwächerer japanischer VPI begrenzt Yen
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- GBP/JPY steigt, da optimistische britische Einzelhandelsumsätze und PMI-Daten das Pfund anheben.
- Weichere Inflationsdaten aus Japan dämpfen die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung der BoJ.
- GBP/JPY bleibt weitgehend in einer Spanne zwischen 207,50 und 209,50.
GBP/JPY legt am Freitag zu, da stärkere als erwartete britische Wirtschaftsdaten das Pfund Sterling (GBP) ankurbeln, während weichere Inflationszahlen aus Japan den japanischen Yen (JPY) belasten. Zum Zeitpunkt des Schreibens schwebt das Währungspaar um 209,23 und bleibt innerhalb einer etwas mehr als einwöchigen Spanne.
Die britischen Einzelhandelsumsätze stiegen im Januar um 1,8% MoM und übertrafen damit die Erwartungen eines moderaten Anstiegs von 0,2% und beschleunigten sich stark von einem Anstieg von 0,4% im Dezember. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze um 4,5% gegenüber einer nach unten revidierten Zahl von 1,9% (zuvor 2,5%), was deutlich über der Prognose von 2,8% liegt.
Die Einzelhandelsumsätze ohne Treibstoff stiegen im Januar um 2% im Monatsvergleich und markierten damit einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Anstieg von 0,3% im Vormonat. Im Jahresvergleich kletterten die Umsätze um 5,5%, nach 2,5% im Dezember.
Die vorläufigen Daten zum Einkaufsmanagerindex (EMI) von S&P Global überraschten ebenfalls positiv. Der zusammengefasste EMI stieg auf 53,9 und erreichte damit ein 22-Monats-Hoch, während der EMI für das verarbeitende Gewerbe auf 52 stieg, den stärksten Wert seit 18 Monaten. Der EMI für den Dienstleistungssektor blieb mit 53,9 fest im Expansionsbereich.
Die stärkeren Einzelhandelsumsätze und PMI-Zahlen stehen im Kontrast zu den weicheren britischen Beschäftigungs- und Inflationsdaten, die zu Beginn dieser Woche veröffentlicht wurden, und könnten die geldpolitische Perspektive der Bank of England (BoE) beeinflussen, da festere Wachstumsdaten die Dringlichkeit für aggressive Lockerungen verringern könnten.
Die Märkte erwarten derzeit, dass die BoE so schnell wie möglich, spätestens jedoch in ihrer Sitzung im März, mit Zinssenkungen beginnt, wobei später in diesem Jahr fast zwei zusätzliche Senkungen eingepreist sind.
In Japan zeigten die am selben Tag veröffentlichten Inflationsdaten, dass der Preisdruck zu Beginn des Jahres nachlässt. Der nationale Verbraucherpreisindex (CPI) stieg im Januar um 1,5% im Jahresvergleich, nach 2,1% im Dezember.
Die Kernmaße schwächten sich ebenfalls ab, wobei der VPI ohne Lebensmittel und Energie auf 2,6% von 2,9% zurückging, während der VPI ohne frische Lebensmittel auf 2% von 2,4% verlangsamte.
Die weicheren Inflationswerte könnten die Erwartungen an eine kurzfristige Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) dämpfen und den Yen unter Druck setzen, während die Märkte das Tempo einer weiteren Normalisierung der Zinssätze neu bewerten.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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