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EZB-Direktor Moulin sieht Notenbank nach Zinsschritt gut aufgestellt

Emmanuel Moulin, Mitglied des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte auf der Rencontres Economiques Konferenz in Aix-en-Provence am Samstag, dass sich die Zentralbank nach der Zinserhöhung in ihrer Juni-Sitzung in einer „guten Position“ befinde, da die Inflation zusammen mit dem Einbruch der Ölpreise nachlasse, berichtete Bloomberg.

Der EZB-Vertreter Moulin bestritt, eine Orientierungshilfe bezüglich der wahrscheinlichen geldpolitischen Entscheidung der Zentralbank im Juli gegeben zu haben. „Wir geben keine Forward Guidance, daher werde ich nicht sagen, was wir im Juli tun werden“, sagte er.

Marktreaktion

In der asiatischen Sitzung am Montag ist keine ernsthafte Auswirkung auf den Euro (EUR) zu beobachten, nachdem Moulin am Wochenende gesprochen hatte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert EUR/USD gedämpft nahe 1,1433.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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