Euro unter Druck: Jetzt rückt die Marke von 1,16 Dollar in den Fokus
| |Übersetzung überprüftZum OriginalDie Strategen der Scotiabank, Shaun Osborne und Eric Theoret, verweisen auf einen schwächeren Euro gegenüber dem US-Dollar, nachdem die Gemeinschaftswährung seit Ende Juli um fast 3 Prozent zugelegt hatte. Zuletzt zeigt sich das Kursbild defensiver. Im Fokus stehen die deutschen Ifo-Daten sowie zunehmende politische Risiken, darunter der wieder größere Renditeabstand zwischen Bundesanleihen und italienischen Staatsanleihen und die Haushaltsverhandlungen in Frankreich. Aus technischer Sicht bleibt EUR/USD aufwärtsgerichtet. Widerstand liegt oberhalb von 1,1700 Dollar, Unterstützung findet sich im Bereich von 1,1580 bis 1,1600 Dollar.
Euro gibt nach starkem August-Anstieg nach
„Der Euro zeigt sich schwächer und startet mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent gegenüber dem US-Dollar in die nordamerikanische Sitzung am Montag. Die Kursentwicklung wirkt etwas defensiv. Das fällt insbesondere nach der beeindruckenden Rally des Euro um fast 3 Prozent seit Ende Juli auf und eröffnet die Möglichkeit einer deutlicheren Gegenbewegung.“
„Von fundamentaler Seite gab es bislang nur wenige neue Impulse. Im Mittelpunkt dieser Woche stehen die für Dienstag angesetzten deutschen Ifo-Geschäftsklimadaten. Die Renditeabstände haben sich zuletzt etwas verringert und damit dem Euro einen Teil seiner Unterstützung genommen, während die Renditen von US-Staatsanleihen in der vergangenen Woche gestiegen sind.“
„Die politischen Risiken scheinen zuzunehmen. Darauf deutet die erneute Ausweitung der Renditeabstände bei Staatsanleihen innerhalb des Euroraums hin, insbesondere der deutliche Anstieg des Spreads zwischen Bundesanleihen und italienischen Staatsanleihen. Die Marktteilnehmer richten ihren Blick in dieser Woche auf die französischen Haushaltsverhandlungen sowie auf Umfragen, die der rechtsextremen Kandidatin Marine Le Pen gute Ergebnisse in Aussicht stellen.“
„Bullisch – der RSI liefert weiterhin ein positives Signal und bewegt sich nahe der überkauften Schwelle von 70 Punkten. Damit liegt er etwas unter den Höchstständen der vergangenen Woche von rund 73 Punkten.“
„Die jüngste Kursentwicklung hat oberhalb von 1,1700 Dollar einen klaren kurzfristigen Widerstand erkennen lassen, nachdem der Kurs zuvor deutlich über den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei 1,1631 Dollar ausgebrochen war. Bis 1,1800 Dollar sehen wir nur begrenzten zusätzlichen Widerstand. Kurzfristige Unterstützung erwarten wir im Bereich von 1,1580 bis 1,1600 Dollar.“
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