Euro steigt über 1,1600 - Fortschritte im US-Iran-Friedensprozess stützen
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/USD tendiert im frühen europäischen Handel am Montag höher und notiert um 1,1610.
- Die USA und der Iran kündigten einen Rahmenvertrag für Frieden an.
- EZB-Vertreter Nagel sagte, die Zentralbank sei bereit, bei Bedarf im Juli erneut die Zinsen zu erhöhen.
Das Paar EUR/USD gewinnt am Montag in den frühen europäischen Handelsstunden an Kontur und steigt auf fast 1,1610. Die Berichte, dass die USA und der Iran eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus erzielt haben, verbesserten die Risiko-Stimmung und unterstützten den Euro (EUR) gegenüber dem US-Dollar (USD). Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) steht am Mittwoch im Fokus.
Washington und Teheran haben einen Rahmenvertrag für Frieden angekündigt, der am Freitag in der Schweiz unterzeichnet wird. US-Präsident Donald Trump erklärte, die USA würden ihre Seeblockade der iranischen Häfen aufheben und die Straße von Hormus werde nach Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet.
Es wird allgemein erwartet, dass die Fed ihren Leitzins bei der anstehenden geldpolitischen Sitzung am Mittwoch unverändert in der Zielspanne von 3,50 % bis 3,75 % belässt. Händler werden die Pressekonferenz genau verfolgen und weitere Hinweise darauf suchen, wie der neue Fed-Chef Kevin Warsh die US-Notenbank in ihre nächste Ära führen wird. Jegliche hawkischen Äußerungen von Fed-Vertretern könnten den Greenback beflügeln und dem Hauptwährungspaar Gegenwind verleihen.
Letzte Woche hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Leitzinsen erhöht und erklärt, „der Krieg im Nahen Osten erzeugt Inflationsdruck“. Dies markiert die erste Zinserhöhung seit September 2023, nach sieben aufeinanderfolgenden Sitzungen, in denen die Zinsen unverändert blieben.
EZB-Ratsmitglied Joachim Nagel sagte am Freitag, die Zentralbank sei bereit, bei der nächsten Sitzung im Juli erneut die Zinsen anzuheben, falls der Schock durch den Krieg im Nahen Osten dies erfordere.
Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.
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