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Euro gibt von Ein-Wochen-Hoch nach, da Händler die Entwicklungen im Nahen Osten bewerten

  • EUR/USD zieht sich von einem Ein-Wochen-Hoch zurück, während der US-Dollar sich erholt.
  • Die Nachfrage nach sicheren Häfen stützt den Greenback angesichts der sich entwickelnden Entwicklungen im Nahen Osten.
  • Die Märkte warten auf die Inflationsdaten der USA und der Eurozone in der nächsten Woche für neue Hinweise zur Geldpolitik.

EUR/USD baut am Freitag Gewinne ab, da der US-Dollar (USD) sich erholt, während Händler die neuesten Entwicklungen im Nahen Osten verarbeiten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 1,1433 und gibt damit von einem Ein-Wochen-Hoch bei 1,1460 nach, das zuvor während der asiatischen Sitzung erreicht wurde.

In einem Beitrag auf Truth Social erklärte US-Präsident Donald Trump, dass der Iran um Fortsetzung der Gespräche gebeten habe und die Vereinigten Staaten zugestimmt hätten, wobei er betonte, dass Washington Teheran mitgeteilt habe, dass der Waffenstillstand „vorbei“ sei.

Trumps Äußerungen erfolgten, nachdem die USA und der Iran nach Angriffen der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC) auf Handelsschiffe, die die Straße von Hormus passierten, militärische Schläge ausgetauscht hatten.

Bereits am Freitag berichtete Reuters, dass katarische Vermittler sich im Iran zu Gesprächen aufhalten, die darauf abzielen, Bedingungen für breitere Verhandlungen zu schaffen.

Da die Lage weiterhin dynamisch ist, profitiert der US-Dollar weiterhin von der Nachfrage nach sicheren Häfen. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen abbildet, notiert nach einer Erholung von einem Intraday-Tief bei 100,60 derzeit bei rund 100,85.

Unterdessen sorgen Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) die Geldpolitik angesichts erhöhter Inflationsrisiken restriktiv hält, weiterhin für zusätzliche Unterstützung des Greenback.

Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte derzeit eine 58%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bei der Sitzung im September ein. Gleichzeitig erwarten Händler auch, dass die Europäische Zentralbank (EZB) später in diesem Jahr die Zinsen erneut anheben wird.

Der Fokus richtet sich nun auf die endgültigen Inflationsdaten der Eurozone in der nächsten Woche sowie auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI), um neue Hinweise auf den Zinsausblick zu erhalten.

Die Societe Generale erklärte, dass EUR/USD nach einer Unterstützung nahe 1,1325 eine moderate Erholung verzeichnet habe, obwohl der Aufschwung keine starke bullishe Bestätigung aufweise. Die Bank sieht die Zone 1,1475-1,1500 als wichtigen Widerstand, während ein Bruch unter 1,1390 den breiteren Abwärtstrend wiederbeleben könnte.

Wirtschaftsindikator

Kern-Verbraucherpreisindex (HVPI) (Monat)

Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) misst die Preisveränderungen eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen in der Eurozone. Er wird monatlich von Eurostat veröffentlicht und gilt als harmonisiert, da in allen Mitgliedstaaten eine einheitliche Methodik angewendet wird und die Beiträge der Länder entsprechend gewichtet werden. Die sogenannte Kernrate des HVPI schließt besonders volatile Bestandteile wie Energie, Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak aus. Der Monatsvergleich (Month-over-Month, MoM) zeigt, wie sich die Preise im aktuellen Berichtsmonat im Vergleich zum Vormonat entwickelt haben. Der Kern-HVPI ist ein zentraler Indikator zur Beurteilung der Inflation und der Kaufkraftentwicklung. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den Euro (EUR) gewertet, während ein niedriger Wert tendenziell als negativ (bärisch) gilt.

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Nächste Veröffentlichung: Fr Juli 17, 2026 09:00

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: -

Vorher: 0.2%

Quelle: Eurostat

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