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Euro fällt gegenüber dem japanischen Yen, da der deutsche EMI für das verarbeitende Gewerbe im Juni stagniert

  • EUR/JPY fällt, nachdem der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Juni bei 50,0 stagniert und damit den Prognosen entspricht.
  • Der japanische Yen bleibt stabil, da Händler angesichts möglicher Deviseninterventionen durch Regierungsbeamte in erhöhter Alarmbereitschaft sind.
  • Die Kerninflation der BoJ stieg im Mai um 2,7 %, und die Kern-Kern-Inflation erreichte 2,1 %, blieb damit über dem Ziel und setzt die Entscheidungsträger unter Druck.

EUR/JPY setzt seine Verluste am zweiten Tag in Folge fort und notiert während der europäischen Handelszeiten am Dienstag bei rund 184,30. Das Währungspaar wertet nach der Veröffentlichung der HCOB-Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus Deutschland ab. Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die später am Tag erwarteten PMI-Daten aus der Eurozone.

Der vorläufige HCOB-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Deutschland stagnierte im Juni bei 50,0 und entsprach damit den Prognosen, nachdem er im Mai bei 50,1 lag, wodurch der Sektor an der Schwelle zwischen Expansion und Kontraktion verharrt. Der Dienstleistungs-PMI enttäuschte hingegen und fiel von 48,1 im Mai auf 46,8, womit er die Markterwartung von 48,7 verfehlte. Der zusammengesetzte PMI lag bei 48,0 und damit unter dem vorherigen Wert von 48,8. Erwartet wurde ein Wert von 49,9.

Das EUR/JPY-Paar sieht sich nur begrenztem Aufwärtspotenzial gegenüber, da der japanische Yen (JPY) angesichts zunehmender Befürchtungen vor staatlichen Interventionen seine Position hält. Am Montag erklärte Finanzministerin Satsuki Katayama, dass die Behörden jederzeit bereit seien, angemessen auf Währungsschwankungen zu reagieren. Verstärkt wurden diese Warnungen am Dienstag durch Kabinettschef Minoru Kihara, der bekräftigte, dass die Regierung bei Bedarf entschlossene Maßnahmen gegen volatile Devisenbewegungen ergreifen werde.

Zur Widerstandsfähigkeit des JPY trägt auch die neue wirtschaftliche Datenlage der Bank of Japan (BoJ) bei, die am Dienstag zeigte, dass die zugrunde liegenden Inflationsdrucke hartnäckig bleiben. Der neue Kernverbraucherpreisindex der BoJ stieg im Mai um 2,7 %, während der Kern-Kern-Verbraucherpreisindex um 2,1 % zulegte. Obwohl beide Werte leicht unter den Aprilwerten von 2,8 % bzw. 2,2 % lagen, bleiben sie entscheidend über dem Inflationsziel der Zentralbank von 2 %, was den Druck auf die Entscheidungsträger aufrechterhält.

Wirtschaftsindikator

HCOB EMI des verarbeitenden Gewerbes

Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe wird monatlich von S&P Global in Zusammenarbeit mit der Hamburg Commercial Bank (HCOB) veröffentlicht und gilt als wichtiger Frühindikator für die Geschäftstätigkeit im deutschen Industriesektor. Grundlage sind Befragungen von Führungskräften in Unternehmen des privaten Sektors, deren Einschätzungen die Veränderungen gegenüber dem Vormonat widerspiegeln. Der EMI kann frühe Hinweise auf Entwicklungen in zentralen Wirtschaftskennzahlen wie dem Bruttoinlandsprodukt (BIP), der Industrieproduktion, der Beschäftigung und der Inflation geben. Als größter Industriestandort Europas hat der deutsche EMI auch Aussagekraft für die wirtschaftliche Lage des gesamten Kontinents. Der Index bewegt sich zwischen 0 und 100 – ein Wert von 50 signalisiert keine Veränderung gegenüber dem Vormonat. Werte über 50 deuten auf eine Expansion der industriellen Aktivität hin und gelten als bullishes Signal für den Euro (EUR). Werte unter 50 zeigen hingegen einen Rückgang der Geschäftstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe und werden in der Regel als bärisch für den EUR gewertet.

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Letzte Veröffentlichung: Di Juni 23, 2026 07:30 (Zuvor)

Häufigkeit: Monatlich

Aktuell: 50

Prognose: 50

Vorher: 50.1

Quelle: S&P Global

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