Euro erholt sich von einigen frühen Verlusten gegenüber dem japanischen Yen, EZB-Politik im Fokus
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- Der Euro erholt sich von 177,85 auf nahe 178,85, liegt gegenüber dem japanischen Yen aber immer noch 0,3% im Minus.
- Sowohl die EZB als auch die BoJ dürften auf ihren kommenden Sitzungen die Zinsen anheben.
- Marktexperten warnen, dass ein moderates Wachstum in der Eurozone den Straffungspfad der EZB trüben könnte.
Der Euro (EUR) macht während der europäischen Handelssitzung am Dienstag gegenüber dem japanischen Yen (JPY) einen Teil seiner frühen Verluste wieder wett. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt EUR/JPY 0,3% im Minus bei nahe 178,85, nachdem sich der Kurs von seinem Intraday-Tief bei 177,85 erholt hat.
Japanischer Yen - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.06% | 0.04% | -0.34% | -0.16% | 0.06% | 0.51% | 0.14% | |
| EUR | -0.06% | -0.03% | -0.39% | -0.21% | 0.02% | 0.50% | 0.07% | |
| GBP | -0.04% | 0.03% | -0.40% | -0.19% | 0.00% | 0.49% | 0.11% | |
| JPY | 0.34% | 0.39% | 0.40% | 0.21% | 0.42% | 0.88% | 0.51% | |
| CAD | 0.16% | 0.21% | 0.19% | -0.21% | 0.21% | 0.67% | 0.31% | |
| AUD | -0.06% | -0.02% | -0.01% | -0.42% | -0.21% | 0.47% | 0.10% | |
| NZD | -0.51% | -0.50% | -0.49% | -0.88% | -0.67% | -0.47% | -0.37% | |
| CHF | -0.14% | -0.07% | -0.11% | -0.51% | -0.31% | -0.10% | 0.37% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
Der Ausblick für das Währungspaar bleibt bärisch, da Marktexperten angesichts der Erwartung, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren geldpolitischen Straffungszyklus selbst nach einer Zinserhöhung auf der Sitzung in der kommenden Woche fortsetzen wird, einen starken Ausblick für den japanischen Yen sehen.
Yen-Unterstützung baut sich auf, da die Märkte eine rasche BoJ-Straffung einpreisen
Analysten der Commerzbank heben hervor, dass "eine Zinserhöhung in der kommenden Woche inzwischen zu rund 96% eingepreist ist und der Markt erwartet, dass bald weitere Erhöhungen folgen werden," was unterstreicht, wie schnell sich die Erwartungen verschoben haben.
Aus Sicht der Commerzbank gilt: "Solange sich die Erwartungen weiterhin in eine derart hawkishe Richtung verschieben, dürfte der Yen kaum Schwierigkeiten haben, weiter zuzulegen," wobei die Währung gut positioniert sei, um von diesem zunehmend aggressiven geldpolitischen Kurs zu profitieren.
Auf der Euro-Seite warten die Finanzmärkte gespannt auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Experten scheinen zuversichtlich, dass die EZB auf der Sitzung die Zinsen anheben wird, warnen jedoch, dass ein moderates Wirtschaftswachstum in der Eurozone und höhere Energiepreise den geldpolitischen Kurs der Zentralbank erschweren würden.
Laut ABN Amro ist "der Weg für die EZB derzeit klar, und eine Zinserhöhung auf der Sitzung des EZB-Rats am kommenden Donnerstag ist von den Finanzmärkten vollständig eingepreist." Sie betonen jedoch, dass "weniger klar ist, was danach kommt," und skizzieren ein Basisszenario, in dem die "EZB" erwartet wird, "die Zinsen für den Rest des Jahres unverändert zu lassen und im Q2-Q3 des kommenden Jahres sogar die Zinsen zu senken."
Strategen der OCBC haben hervorgehoben, dass "höhere Energiepreise den Ausblick für den Straffungszyklus der EZB erschwert haben," und darauf hingewiesen, dass die Inflationsrisiken "vor dem Hintergrund eines nur moderaten Wachstums weniger komfortabel werden."
Zentralbanken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zentralbanken wie die US-Notenbank oder die Europäische Zentralbank haben die Aufgabe, Preisstabilität zu gewährleisten. Dies erreichen sie, indem sie die Zinsen anpassen und so die Inflation kontrollieren.
Zentralbanken haben ein zentrales Instrument, um die Inflation zu steuern: den Leitzins. Zu festgelegten Terminen veröffentlicht die Bank ihre Zinsentscheidung, in der sie den Leitzins entweder beibehält, senkt oder anhebt. Dies beeinflusst die Zinssätze von Sparguthaben und Krediten, was wiederum Auswirkungen auf das Spar- und Investitionsverhalten der Wirtschaft hat. Zinserhöhungen werden als geldpolitische Straffung bezeichnet, Zinssenkungen als geldpolitische Lockerung.
Eine Zentralbank agiert häufig unabhängig von der Politik. Bevor Mitglieder in den geldpolitischen Rat berufen werden, durchlaufen sie verschiedene Anhörungen und Prüfungen. Jedes Mitglied bringt dabei seine eigene Überzeugung mit, wie die Zentralbank Inflation steuern und die Geldpolitik gestalten sollte. Befürworter einer lockeren Geldpolitik, die niedrige Zinsen und günstige Kredite fördern, um das Wirtschaftswachstum anzutreiben – selbst auf Kosten einer leicht über 2 % liegenden Inflation –, werden als „Tauben“ bezeichnet. „Falken“ hingegen bevorzugen höhere Zinsen, um Sparen zu belohnen, und sehen es als ihre Priorität, die Inflation unter Kontrolle zu halten, bis sie bei oder unter 2 % liegt.
Normalerweise wird jede Sitzung einer Zentralbank von einem Vorsitzenden oder Präsidenten geleitet, der zwischen den verschiedenen Lagern – den sogenannten „Falken“ und „Tauben“ – einen Konsens herstellen muss. Kommt es zu einem Patt bei der Abstimmung, entscheidet der Vorsitzende und verhindert so eine 50:50-Stimmengleichheit über mögliche geldpolitische Anpassungen. Der Vorsitzende hält zudem regelmäßig öffentliche Reden, in denen die aktuelle geldpolitische Ausrichtung und zukünftige Erwartungen kommuniziert werden – diese können oft live mitverfolgt werden. Das Ziel einer Zentralbank ist es, ihre geldpolitischen Maßnahmen umzusetzen, ohne dabei heftige Schwankungen bei Zinssätzen, Aktienmärkten oder der eigenen Währung auszulösen. Bereits vor geldpolitischen Sitzungen geben die Mitglieder ihre Einschätzungen indirekt an die Märkte weiter. In den letzten Tagen vor einer Sitzung herrscht jedoch eine „Blackout-Periode“, während der die Mitglieder keine öffentlichen Äußerungen machen dürfen, bis die neuen Maßnahmen offiziell verkündet wurden.
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