EUR/USD legt leicht zu - 100-Tage-Linie bremst weitere Kursgewinne
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/USD gewinnt am Montag im frühen europäischen Handel an Fahrt und nähert sich 1,1445.
- Das Paar hält die bärische Stimmung unter dem 100-Tage-SMA, wobei der RSI unter der Mittellinie bleibt.
- Der erste Widerstand auf der Oberseite liegt bei 1,1470; die erste zu beobachtende Unterstützung befindet sich bei 1,1415.
Das Paar EUR/USD notiert am Montag in den frühen europäischen Handelsstunden im positiven Bereich um 1,1445, gestützt von einem restriktiven Ton der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB wird voraussichtlich am Donnerstag die Zinssätze unverändert lassen, aber im September zum zweiten Mal in diesem Jahr anheben, da ein erneuter Anstieg der Energiepreise das Risiko intensiverer Inflationsdrucke erhöht, so Reuters.
Die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten könnten jedoch Zufluchtsflüsse ankurbeln und den US-Dollar (USD) gegenüber dem Euro (EUR) unterstützen. Bloomberg berichtete, dass die USA die neunte Nacht von Angriffen auf den Iran gestartet haben, wobei Washington erklärte, dass die Luftangriffe am Sonntag darauf abzielten, den Iran für die ersten US-Militärtoten seit Beginn der erneuten Feindseligkeiten mit der Islamischen Republik zu „bestrafen“.
Die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) erklärte, dass die Straße von Hormus für petrochemische Produkte oder „einen einzigen Tropfen Öl und Gas“ nicht sicher sein werde, solange die US-Aktionen in der Region andauern.
Technische Analyse:
Im Tageschart behält EUR/USD einen kurzfristig bärischen Ton bei, da es unter dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bleibt. Der Kurs liegt knapp unter dem oberen Bollinger Band, was darauf hindeutet, dass die jüngste Erholung auf Widerstand stößt, während das mittlere Bollinger Band nahegelegene dynamische Unterstützung bietet. Der Relative Strength Index (14) bei etwa 48 liegt unter der neutralen 50er-Linie, was nur ein moderates Aufwärtsmomentum signalisiert und die Vorstellung einer begrenzten Erholung verstärkt, während das Paar unter seinem längerfristigen Durchschnitt handelt.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger Band bei rund 1,1470, mit einer stärkeren Barriere weiter oben am 100-Tage-SMA nahe 1,1585, wo Verkaufsinteresse wahrscheinlich wieder aufkommt, falls dieser Bereich getestet wird. Auf der Unterseite wird die erste Unterstützung am mittleren Bollinger Band bei etwa 1,1415 gesehen, gefolgt vom unteren Bollinger Band nahe 1,1358; ein klarer Durchbruch unter dieses untere Band würde den Weg für eine Fortsetzung des breiteren Abwärtstrends öffnen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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