Euro steigt zum Dollar - Schwäche des Greenback setzt sich fort
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/USD gewinnt an positiver Dynamik, da der USD im Zuge des US-Iran-Friedensabkommens nachgibt.
- Das Zinserhöhungssignal der EZB stützt den Euro, während hawkische Fed-Wetten die USD-Verluste begrenzen sollten.
- Das bärische technische Setup erfordert Vorsicht, bevor auf eine weitere Aufwertung gesetzt wird.
Das Paar EUR/USD zieht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag einige Käufer an und entfernt sich von seinem tiefsten Stand seit Ende März, der am Vortag im Bereich von 1,1480-1,1475 erreicht wurde. Die intraday Aufwärtsbewegung wird von einem insgesamt schwächeren US-Dollar (USD) getragen und hebt die Kassapreise in der letzten Stunde auf ein neues Tageshoch im Bereich von etwa 1,1525.
Das US-Iran-Abkommen, das auf die Beendigung der Feindseligkeiten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus abzielt, stärkt das Vertrauen der Investoren und veranlasst nach dem starken Anstieg am Mittwoch auf ein neues Hoch seit Ende März einige Gewinnmitnahmen beim USD. Darüber hinaus verleiht das hawkische Signal der Europäischen Zentralbank (EZB) der Gemeinschaftswährung und dem Paar EUR/USD etwas Unterstützung. Steigende Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) im Dezember könnten jedoch die USD-Verluste begrenzen und das Währungspaar deckeln.
Aus technischer Sicht halten sich die Kassapreise deutlich unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) im 4-Stunden-Chart und behalten einen kurzfristig bärischen Ton bei. Hinzu kommt, dass der Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Indikator im negativen Bereich liegt, während der Relative Strength Index (RSI) um 38 pendelt. Die Momentum-Indikatoren zusammen deuten darauf hin, dass der Abwärtsdruck anhält, auch wenn das Paar EUR/USD versucht, sich über den jüngsten Swing-Tiefs zu stabilisieren.
Daher wird jede weitere Aufwärtsbewegung voraussichtlich auf einen Widerstand nahe dem horizontalen Unterstützungsdurchbruch bei 1,1575-1,1580 stoßen, bevor die psychologische Marke von 1,1600 erreicht wird. Unterdessen sollte der 200-Perioden-SMA bei 1,1638 als starke Barriere wirken, die die Bullen zurückerobern müssten, um die aktuelle bärische Ausrichtung zu lockern und den Weg für eine nachhaltigere Erholung zu ebnen. Auf der Unterseite würde eine Akzeptanz unterhalb der Marke von 1,1500 das Paar EUR/USD weiterer Schwäche aussetzen, da das Momentum weiterhin nach unten verzerrt ist.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
EUR/USD 4-Stunden-Chart
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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