EUR/USD fällt unter 1,1800 nach hawkischem Fed-Protokoll, Augen auf die EZB-Nachfolge
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD fällt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf fast 1,1785.
- Mehrere Fed-Beamte sagten, dass eine weitere Straffung erforderlich sein könnte, wenn die Inflation hartnäckig bleibt.
- Lagarde von der EZB könnte ihren Posten vor dem Ende ihrer Amtszeit verlassen.
Das Paar EUR/USD stürzt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf ein fast zweiwöchiges Tief von rund 1,1785. Der US-Dollar (USD) stärkt sich gegenüber dem Euro (EUR) aufgrund der hawkischen FOMC-Protokolle, die Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen neu entfacht haben, falls die Inflation hoch bleibt.
Laut dem FOMC-Protokoll der Sitzung im Januar befürworteten fast alle Teilnehmer, die Zinsen stabil zu halten, wobei nur einige eine Zinssenkung bevorzugten. Die politischen Entscheidungsträger schlossen jedoch eine weitere Senkung nicht aus, wenn die Inflation im Einklang mit ihren Erwartungen zurückgeht. Gleichzeitig sagten Fed-Beamte, dass sie eine Beschreibung zukünftiger Entscheidungen in mehrseitigen Begriffen unterstützt hätten. Mehrere Mitglieder schlugen vor, dass Zinserhöhungen notwendig sein könnten, wenn der Preisdruck anhält.
Auf der anderen Seite des Atlantiks könnte die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, ihren Posten früher als geplant vor ihrer Pensionierung im Oktober 2027 niederlegen, so die Financial Times. Die Quelle berichtete, dass Lagarde es dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem deutschen Kanzler Friedrich Merz ermöglichen möchte, ihren Nachfolger zu finden, ohne anzugeben, wann sie möglicherweise ausscheiden wird.
Händler werden die vorläufigen Einkaufsmanager-Index (PMI)-Werte aus Deutschland und der Eurozone, die für Freitag veröffentlicht werden sollen, genau beobachten. Bei stärkeren als erwarteten Ergebnissen könnte dies helfen, die Verluste der Gemeinschaftswährung kurzfristig zu begrenzen.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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