EUR/USD gibt nach – Flucht in sichere Häfen drückt Kurs Richtung 1,17
| |Übersetzung überprüftZum Original- EUR/USD wertet aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen ab, nachdem die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro gefangen genommen haben.
- US-Präsident Trump sagte, die USA würden Venezuela verwalten, bis ein sicherer, geordneter und umsichtig Übergang erreicht ist.
- Der Euro könnte Unterstützung gewinnen, da sich die geldpolitischen Wege von EZB und Fed divergenzieren.
EUR/USD setzt seine Verluste fort und handelt während der asiatischen Stunden am Montag um 1,1710. Das Paar verliert an Boden, da der US-Dollar (USD) aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen stärker wird, die durch einen erneuten Anstieg der geopolitischen Risiken nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro durch die Vereinigten Staaten (US) ausgelöst wurde.
CNN berichtete am Wochenende, dass die Regierung von US-Präsident Donald Trump einen "großangelegten Angriff auf Venezuela" angeordnet und Präsident Maduro ohne Zustimmung des Kongresses gefangen genommen hat, um sich den Anklagen zu stellen. Trump fügte hinzu, dass die USA Venezuela überwachen würden, bis ein sicherer, geordneter und umsichtig Übergang stattfinden könne.
Allerdings könnte der Aufwärtstrend des US-Dollars aufgrund der Erwartungen an zwei weitere Zinssenkungen der Federal Reserve im Jahr 2026 eingeschränkt sein. Die Märkte bereiten sich darauf vor, dass US-Präsident Donald Trump einen neuen Fed-Vorsitzenden nominieren wird, um Jerome Powell zu ersetzen, wenn dessen Amtszeit im Mai endet, ein Schritt, der die Geldpolitik in Richtung niedrigerer Zinssätze verschieben könnte.
Der Euro (EUR) könnte gegen den Greenback Unterstützung finden, da sich die geldpolitischen Wege zwischen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Fed) divergenzieren. Die EZB hielt die Zinssätze im Dezember 2025 unverändert und signalisierte, dass sie voraussichtlich für einen längeren Zeitraum auf diesem Niveau bleiben werden. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte fest, dass die erhöhte Unsicherheit es schwierig macht, klare Hinweise auf zukünftige politische Entscheidungen zu geben.
(Diese Geschichte wurde am 5. Januar um 02:55 GMT korrigiert, um im ersten Punkt zu sagen, dass der EUR/USD aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen abwertet, anstatt zu steigen.)
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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