EUR/USD bleibt nahe 1,1750 stark, während der US-Dollar schwächer wird, Deutschlands ZEW-Index steigt stark an
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- EUR/USD setzt seine Gewinne den dritten Tag in Folge amid steigender geopolitischer Spannungen.
- Präsident Trump bekräftigte seine Ambitionen für Grönland und drohte mit einem 200%-Zoll auf französische Weine.
- Der Euro erhielt Unterstützung, als der ZEW-Wirtschaftsstimmungsindex Deutschlands im Januar auf 59,6 anstieg.
EUR/USD setzt seine Gewinne in der dritten aufeinanderfolgenden Sitzung fort und wird am Mittwoch während der asiatischen Handelsstunden bei rund 1,1730 gehandelt. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) weiterhin an Boden verliert amid steigenden Bedenken bezüglich der USA-Grönland-Beziehungen.
US-Präsident Donald Trump erklärte, es gebe "kein Zurück" bei seinen Ambitionen bezüglich Grönland, und drohte zusätzlich mit neuen 10%-Zöllen auf acht europäische Union (EU)-Länder, was die Bedenken über ein langsameres Wirtschaftswachstum anheizte. Zudem drohte Trump mit einem 200%-Zoll auf französische Weine, da Präsident Emmanuel Macron sich weigerte, Trumps "Board of Peace" beizutreten.
Das Europäische Parlament plant, die Genehmigung des im Juli vereinbarten US-Handelsabkommens auszusetzen, wobei die Entscheidung am Mittwoch in Straßburg, Frankreich, bekannt gegeben werden soll. Eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und Europa.
Der Rückgang des Greenback könnte begrenzt sein, da die neuesten US-Arbeitsmarktdaten die Erwartungen für weitere Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) bis Juni zurückgedrängt haben. Fed-Beamte haben signalisiert, dass es wenig Dringlichkeit gibt, die Politik weiter zu lockern, bis es klarere Beweise dafür gibt, dass sich die Inflation nachhaltig in Richtung des 2%-Ziels bewegt.
Der Euro (EUR) erhält Unterstützung gegenüber seinen Peers trotz zunehmender Risikoaversion, gestützt durch stärkere als erwartete deutsche Wirtschaftsdaten. Der ZEW-Wirtschaftsstimmungsindex Deutschlands stieg im Januar auf 59,6, den höchsten Stand seit Juli 2021 und deutlich über der Prognose von 50, was Optimismus für eine wirtschaftliche Wende im Jahr 2026 signalisiert, trotz der Unsicherheit über die US-Handelspolitik.
Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.
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