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EUR/GBP gewinnt, da politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich und die Lockerung der BoE den Pfund unter Druck setzen

  • EUR/GBP verzeichnet moderate Gewinne am Donnerstag und notiert bei etwa 0,8720.
  • Die Nachwahl in Gorton und Denton schürt politische Unsicherheit im Vereinigten Königreich.
  • Die Inflation in der Eurozone verlangsamt sich, während die Bank of England weiterhin auf Lockerung ausgerichtet bleibt.

EUR/GBP bewegt sich am Donnerstag nach oben und notiert bei etwa 0,8720, was einem Anstieg von 0,13% im Tagesverlauf entspricht. Das Paar profitiert von einer erneuten Schwäche des Pfund Sterling (GBP) inmitten politischer Unsicherheit im Vereinigten Königreich (UK), während der Euro (EUR) trotz schwächerer Inflationsdaten in der Eurozone relativ stabil bleibt.

Im Vereinigten Königreich liegt der Fokus der Märkte auf der Nachwahl in Gorton und Denton, die als wichtiger Test für Premierminister Keir Starmer angesehen wird. Laut ING könnte eine schwere Niederlage für die Labour-Partei Spekulationen über die Parteiführung neu entfachen und das Pfund Sterling weiter belasten. Rabobank hebt ebenfalls hervor, dass die zunehmende Fragmentierung der politischen Landschaft im Vereinigten Königreich die Währungsvolatilität erhöhen könnte, wenn das Ergebnis unerwartet ausfällt.

Gleichzeitig begrenzen die Erwartungen an eine geldpolitische Lockerung durch die Bank of England (BoE) das Erholungspotenzial des Pfund Sterling. Die Märkte preisen die Möglichkeit einer Zinssenkung bereits im März ein, vor dem Hintergrund eines abkühlenden Arbeitsmarktes und moderierenden Inflationsdrucks. Die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex (VPI), sank im Januar auf 3% im Jahresvergleich, nach 3,4% im Dezember, was die Erwartungen an eine lockerere Haltung verstärkt. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (MPC), wie Alan Taylor, haben die Notwendigkeit von zwei bis drei Zinssenkungen in naher Zukunft signalisiert, während sie die anhaltenden Risiken durch die Inflation im Dienstleistungssektor anerkennen.

In der Eurozone zeigen aktuelle Daten, dass die jährliche Inflation im Januar auf 1,7% sank, den niedrigsten Stand seit September 2024. Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte vor dem Europäischen Parlament, dass die Bemühungen der Institution, die Inflation wieder in Richtung des Ziels von 2% zu bringen, erfolgreich sind und dass eine Stabilisierung um dieses Ziel im mittelfristigen Zeitraum erwartet wird. Sie betont jedoch die Notwendigkeit, einen datenabhängigen und agilen Ansatz beizubehalten, um auf sich entwickelnde wirtschaftliche Bedingungen zu reagieren.

Diese Äußerungen verstärken das Szenario einer verlängerten Pause der EZB, was die unmittelbare fundamentale Unterstützung für den Euro begrenzt. Die Vertrauensindikatoren in der Eurozone bleiben gemischt, wobei das Wirtschaftswachstum im Februar zurückging, was darauf hindeutet, dass die Erholung fragil bleibt.

Insgesamt spiegeln die aktuellen EUR/GBP-Dynamiken eher die Verwundbarkeit des Pfund Sterling gegenüber politischer Unsicherheit und Zinssenkungserwartungen wider als eine klare Wiederbelebung der Euro-Stärke. Die Anleger beobachten nun genau die bevorstehenden deutschen Inflationsdaten, die am Freitag veröffentlicht werden, sowie politische Entwicklungen im Vereinigten Königreich, die die Volatilität des Paares verstärken könnten.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Schweizer Franken.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.00% 0.10% -0.25% 0.03% 0.04% 0.20% 0.21%
EUR 0.00% 0.11% -0.24% 0.03% 0.04% 0.20% 0.21%
GBP -0.10% -0.11% -0.34% -0.08% -0.06% 0.09% 0.10%
JPY 0.25% 0.24% 0.34% 0.28% 0.31% 0.44% 0.47%
CAD -0.03% -0.03% 0.08% -0.28% 0.02% 0.17% 0.18%
AUD -0.04% -0.04% 0.06% -0.31% -0.02% 0.16% 0.17%
NZD -0.20% -0.20% -0.09% -0.44% -0.17% -0.16% 0.00%
CHF -0.21% -0.21% -0.10% -0.47% -0.18% -0.17% -0.01%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

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