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Nachrichten

Dow Jones Industrial Average rutscht hinter einer Zinserhöhung der Federal Reserve zurück

  • DJIA fällt um 576 Punkte auf knapp über 51.500, da die Fed die Zinsen anhebt.
  • Fed erhöht auf 3,75-4,00% ohne Gegenstimme, die erste Anhebung seit 2023.
  • Fünfter Rückgang in Folge an einem Fed-Entscheidungstag, im Durchschnitt jedes Mal um 1,5%.

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) notiert am Mittwoch knapp über 51.500 Punkten, 576 Punkte bzw. 1,11% im Minus und damit in seiner schlechtesten Sitzung des Monats. Die Federal Reserve (Fed) erhöhte ihren Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf 3,75-4,00%, was bereits vollständig eingepreist war, und der Index verbrachte die folgenden zwei Stunden damit, herauszufinden, was damit einhergeht. Der breite Markt ist in diesem Jahr nun an fünf aufeinanderfolgenden Fed-Entscheidungstagen gefallen und hat dabei jedes Mal durchschnittlich 1,5% verloren, was die längste derartige Serie seit einer Folge von sieben ist, die 2018 endete.

Ein Viertelpunkt beim Tagesgeld, dreißig Wege

Der von der Fed festgelegte Zinssatz ist der Preis, den Banken zahlen, um sich über Nacht voneinander Geld zu leihen, und er wirkt sich in zwei Richtungen auf diesen Index aus. Er erhöht, was die 30 Unternehmen auf variabel verzinsliche Schulden zahlen, und er vergrößert, was JPMorgan (JPM) und Goldman Sachs (GS) an der Spanne zwischen ihren Krediten und ihren Einlagen verdienen. Diese beiden Effekte heben sich teilweise auf. Was sich nicht aufhebt, ist die Prognose, denn die eigenen Zahlen des Ausschusses sehen den Satz nun zum Jahresende bei 4,1% und zum Ende des nächsten Jahres erneut bei 4,1%, wobei vier der achtzehn Mitglieder bis dahin überhaupt keine Senkung erwarten. Dreißig Kreditnehmer haben gerade ihre Zinsrechnung für das nächste Jahr nach oben korrigiert bekommen.

Der Vorsitzende sagte, der Test sei nicht erfüllt

Auf der Pressekonferenz stellte Fed-Chef Kevin Warsh eine Bedingung auf: Der Ausschuss müsse zuversichtlich sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation klar und schnell genug in Richtung 2% bewegt, und heute sei er zu dem Schluss gekommen, dass diese Bedingung nicht erfüllt sei. Die Inflationszahlen des Sommers, sagte er, zeigten keine Verbesserung des zugrunde liegenden Trends. Demgegenüber beschrieb er eine Wirtschaft, die mehr oder weniger bei Vollbeschäftigung läuft, mit starker Produktivität und robusten Kapitalinvestitionen. Diese Kombination ist der heikle Teil für einen Aktienindex. Das Argument für die Unternehmen ist auch das Argument dafür, ihnen mehr zu berechnen.

Niveaus und Tendenz

Widerstand: Der Bereich um 51.750 ist das erste Hindernis nach oben, darüber liegt 52.000, das Niveau, das der Index am Vormittag gehalten hat. Der 50-Tage Exponential Moving Average (EMA) nahe 52.700 hat seit Anfang September jeden Anlauf begrenzt.

Unterstützung: Das heutige Tief knapp unter 51.500 ist die Untergrenze. Darunter ist die Basis von Ende Juni nahe 51.300 die nächste Station und der tiefste Stand, zu dem der Index in drei Monaten gehandelt wurde.

Tendenz: Bärisch, solange 52.000 begrenzt, wobei die Basis von Ende Juni nahe 51.300 das erste Ziel ist und 51.000 dahinter liegt. Der tägliche Stochastic Relative Strength Index (Stoch RSI), ein Momentum-Indikator, zeigt von nahe 32 nach unten, sodass der Verkaufsdruck noch nicht erschöpft ist. Ein täglicher Schlusskurs zurück über 52.250 würde das Szenario entkräften.


Dow Jones 5-Minuten-Chart

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.

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