Der japanische Yen schwächt sich gegenüber dem US-Dollar ab, da Händler Interventionsrisiken beobachten
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- USD/JPY steigt am Freitag leicht an, während sich der US-Dollar stabilisiert und Interventionserwartungen bestehen bleiben.
- Japans Finanzminister bekräftigt, dass die Behörden bereit sind, auf übermäßige Währungsbewegungen zu reagieren.
- Der Zinsunterschied zwischen Japan und den Vereinigten Staaten bleibt unterstützend für USD/JPY.
USD/JPY erholt sich am Freitag, nachdem es am Vortag um fast 0,90% gefallen war, angesichts von Spekulationen, dass die japanischen Behörden möglicherweise am Devisenmarkt interveniert haben, nachdem der japanische Yen Anfang dieser Woche auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war
Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels handelt das Paar um 161,25 und erholt sich von einem Intraday-Tief von 160,49, dem schwächsten Stand seit dem 18. Juni.
Händler bleiben wachsam gegenüber der Möglichkeit einer Intervention. Am Freitag bekräftigte Japans Finanzminister Katayama, dass die Behörden „bereit sind, angemessen zu handeln“ als Reaktion auf übermäßige Währungsschwankungen und „eng mit den USA zusammenarbeiten“.
Unterdessen zeigt der US-Dollar (USD) Anzeichen einer Stabilisierung, nachdem er nach den am Donnerstag veröffentlichten schwächer als erwarteten US Nonfarm Payrolls (NFP)-Daten unter starken Verkaufsdruck geraten war, was die Erwartungen an eine bevorstehende Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) dämpfte.
Der US Dollar Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, notiert bei etwa 100,80, nachdem er auf ein Zwei-Wochen-Tief von 100,56 gefallen war. Die Erholung des Greenback begrenzt auch die Gewinne des japanischen Yen.
Die Abwärtsbewegung des US-Dollars blieb begrenzt, da der schwache NFP-Bericht die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed nur verzögerte. Da die Inflation deutlich über dem 2%-Ziel der Fed liegt, wird allgemein erwartet, dass die Zentralbank eine restriktive Geldpolitik beibehält.
Nach dem CME FedWatch Tool sank die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September von 63 % vor der Datenveröffentlichung auf 53 %, wodurch sich die Markterwartungen in Richtung Dezember verschoben, wo die Chancen bei 76,8 % liegen.
Die Straffungstendenz der Bank of Japan (BoJ) hat den japanischen Yen kaum gestützt, da Händler weiterhin die relativ niedrigen Zinssätze Japans durch Carry Trades ausnutzen.
Der große Zinsunterschied zwischen Japan und den Vereinigten Staaten hält die breitere Tendenz von USD/JPY auf der Oberseite.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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