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DAX Future Prognose: Der Fehlausbruch am Rekordhoch könnte jetzt teuer werden

Der DAX-Future steht an einem Punkt, an dem Anleger sehr genau hinsehen sollten. Auf dem Tageschart notiert der Kurs bei 25.195 Punkten und damit genau zwischen zwei Marken, die über die nächste große Bewegung entscheiden könnten.

Auf der einen Seite steht das mögliche Fehlsignal am Allzeithoch von 26.064 Punkten. Auf der anderen Seite wartet zwischen 24.821 und 24.890 Punkten eine wichtige Unterstützung. Genau dazwischen steckt der Markt fest.

Was bedeutet das für dich?

Der langfristige Aufwärtstrend ist noch intakt. Kurzfristig sieht die Lage aber deutlich schwächer aus. Das Momentum kippt, die Trendstärke ist fast verschwunden und der jüngste Angriff auf das Rekordhoch wurde deutlich zurückgewiesen.

Damit stellt sich jetzt eine unangenehme Frage: War der Ausbruch nach oben nur eine Bullenfalle?

Die aktuelle DAX Future Prognose zeigt jedenfalls ein klares Bild. Noch kontrollieren die Käufer den langfristigen Trend. Doch kurzfristig wirken die Bullen müde. Und genau solche Phasen können gefährlich werden.

DAX

Der DAX-Future ist noch bullisch – aber die Kraft lässt nach

Beginnen wir mit der guten Nachricht.

Der DAX-Future notiert weiter über seinem 200-Tage-SMA bei 24.410 Punkten. Damit bleibt der langfristige Aufwärtstrend technisch intakt. Solange der Kurs über diesem wichtigen Durchschnitt liegt, gibt es keinen Grund, den übergeordneten Bullenmarkt vorschnell abzuschreiben.

Auch der SuperTrend gibt noch keinen Alarm. Er liegt bei 24.821 Punkten und markiert damit eine zentrale Unterstützung. Zusätzlich zeigt das Volumenprofil rund um 25.218 Punkte einen sogenannten High-Volume-Node. In diesem Bereich wurde besonders viel gehandelt.

Das spricht dafür, dass hier kurzfristig Kaufinteresse vorhanden ist.

Doch genau an diesem Punkt wird es kompliziert.

Der MACD ist bereits auf die Seite der Verkäufer gekippt. Der aktuelle Wert von 173 liegt unter der Signallinie bei 182. Das bedeutet: Das Momentum schwächt sich ab.

Noch deutlicher ist die Warnung beim ADX. Mit einem Wert von nur 13,01 ist die Trendstärke extrem niedrig. Für Trader ist das keine Kleinigkeit.

Ein niedriger ADX bedeutet, dass der Markt zwar Bewegungen nach oben und unten zeigen kann, aber kaum eine davon genug Kraft besitzt, um sich sauber durchzusetzen. Ausbrüche können schnell wieder einknicken. Rücksetzer können ebenso schnell gekauft werden.

Genau dadurch entstehen die berüchtigten Fehlsignale, bei denen Trader erst in die eine und dann in die andere Richtung ausgestoppt werden.

Der DAX-Future ist also noch nicht bearish. Aber er ist verwundbar.

Das Rekordhoch bei 26.064 Punkten wird jetzt zum Problem

Der entscheidende Punkt liegt am Allzeithoch.

Bei 26.064 Punkten wurde der DAX-Future deutlich zurückgewiesen. Zwischen dem 6. und 8. Juli 2026 entstand eine bearishe Impuls- beziehungsweise Engulfing-Sequenz.

Das klingt technisch. Die Aussage dahinter ist aber einfach: Die Käufer wollten den Markt nach oben treiben, wurden am Rekordhoch jedoch gestoppt.

Und zwar deutlich.

Damit wächst das Risiko, dass der Ausbruch über die alten Hochs kein echter Befreiungsschlag war, sondern ein Fehlausbruch.

Das mögliche Muster erinnert an ein Double-Top beziehungsweise einen Failed Breakout. Nach der aktuellen Struktur ist dieses Szenario ungefähr zur Hälfte fortgeschritten.

Das ist wichtig.

Denn der Markt hat zwar ein Warnsignal geliefert, aber noch keine vollständige Trendwende bestätigt. Genau deshalb ist jetzt weder blinder Optimismus noch Panik angebracht.

Die Marke von 26.064 Punkten bleibt der Dreh- und Angelpunkt.

Steigt der DAX-Future nachhaltig darüber, wäre das bearishe Szenario weitgehend entkräftet. Bleibt der Kurs darunter und setzt die Schwäche fort, könnte der Fehlausbruch zum Ausgangspunkt einer größeren Korrektur werden.

Diese Marken könnten bei einer Korrektur entscheidend werden

Ein Blick auf die Fibonacci-Zonen zeigt, wo die Käufer im Fall eines Rücksetzers wieder aktiv werden könnten.

Gemessen an der Aufwärtsbewegung von 22.057 auf 26.064 Punkte liegt das 38,2-%-Retracement bei 24.533 Punkten. Das 50-%-Retracement verläuft bei 24.060 Punkten.

Beide Marken könnten im Fall einer stärkeren Korrektur wichtig werden.

Besonders interessant ist jedoch zunächst der Bereich zwischen 24.821 und 24.890 Punkten.

Hier treffen mehrere technische Faktoren aufeinander.

Der SuperTrend liegt in diesem Bereich. Der 50-Tage-SMA verläuft ebenfalls dort. Hinzu kommt der Boden der Ichimoku-Cloud.

Genau solche Überschneidungen sind für Anleger und Trader wichtig, weil sie häufig eine stärkere Reaktion auslösen als einzelne Marken.

Für mich ist diese Zone deshalb die wichtigste Unterstützung im gesamten Chart.

Hält sie, bleibt der langfristige Aufwärtstrend in guter Verfassung. Fällt sie, könnte der Verkaufsdruck deutlich zunehmen.

Bearishe Divergenzen machen den jüngsten Anstieg verdächtig

Zusätzlich zum Fehlausbruch gibt es ein weiteres Warnsignal.

Sowohl beim RSI als auch beim MACD zeigt sich am Allzeithoch eine bearishe Divergenz. Der Kurs erreichte höhere Hochs, während die Oszillatoren niedrigere Hochs ausbildeten.

Das ist oft ein Zeichen dafür, dass ein Anstieg zwar optisch noch stark aussieht, intern aber bereits an Kraft verliert.

Auch das Volumen passt in dieses Bild.

Beim jüngsten Bounce rund um 25.200 Punkte nahm das Handelsvolumen ab. Die Käufer konnten den Markt also stabilisieren, aber sie taten es ohne echte Überzeugung.

Das ist ein Unterschied.

Eine starke Erholung wird normalerweise von wachsendem Volumen begleitet. Wenn die Kurse steigen, während die Marktteilnahme sinkt, sollte man vorsichtig werden.

Der DAX-Future zeigt deshalb aktuell eine gefährliche Kombination: langfristig bullische Struktur, kurzfristig nachlassende Dynamik.

Und genau diese Mischung führt oft zu heftigen Ausschlägen.

Wo du jetzt besser nicht handeln solltest

Es gibt im aktuellen Chart einen Bereich, der besonders unattraktiv ist.

Zwischen 25.000 und 25.400 Punkten steckt der DAX-Future in einer Zone, in der kaum ein klares Verhältnis zwischen Risiko und möglicher Rendite besteht.

Der Kurs bewegt sich rund um den 20-Tage-SMA. Gleichzeitig bleibt der ADX extrem schwach.

Das ist aus meiner Sicht die klassische No-Trade-Zone.

Warum?

Weil der Markt hier zu weit von der wichtigsten Unterstützung entfernt ist, um einen besonders attraktiven Long-Einstieg zu liefern. Gleichzeitig liegt der Kurs noch nicht hoch genug, um einen klaren Short an einem starken Widerstand zu rechtfertigen.

Genau in solchen Bereichen verlieren ungeduldige Trader häufig Geld.

Sie handeln nicht, weil das Setup gut ist. Sie handeln, weil sie handeln wollen.

Die bessere Strategie könnte deshalb sein, auf eine klarere Reaktion an den entscheidenden Zonen zu warten.

Das bearishe Szenario: So könnte die Korrektur weitergehen

Für kurzfristig orientierte und erfahrene Trader bleibt das bearishe Szenario interessant.

Der aggressive Ansatz würde bereits rund um 25.195 Punkte ansetzen. Die Idee dahinter ist, dass sich das aktive bearishe MACD-Momentum fortsetzt.

Der Stop-Loss liegt in diesem Szenario bei 25.850 Punkten.

Als erstes Ziel kommt der Bereich um 24.850 Punkte infrage. Danach folgt die wichtige Fibonacci-Marke bei 24.533 Punkten. Das dritte Ziel liegt bei 24.311 Punkten, wo sich ein wichtiger VPVR-Point-of-Control befindet.

Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt je nach Ziel bei ungefähr 1,5, 2,29 beziehungsweise 2,84.

Dieses Setup ist allerdings nicht für jeden geeignet.

Der extrem niedrige ADX bedeutet weiterhin, dass auch ein technisch sinnvoller Short jederzeit durch einen plötzlichen Gegenschlag der Käufer gefährdet werden kann.

Das konservativere bearishe Szenario wäre deshalb interessanter.

Hier würde ein Einstieg erst bei einem Anstieg in den Bereich um 25.450 Punkte erfolgen. Entscheidend wäre, dass der DAX-Future dort an der Ichimoku Conversion Line scheitert und eine klare Ablehnung zeigt.

Der Stop bleibt bei 25.850 Punkten. Die Ziele liegen ebenfalls bei 24.850, 24.533 und 24.311 Punkten.

Der Vorteil ist offensichtlich: Der Einstieg wäre näher am Widerstand und damit technisch sauberer.

Der Nachteil besteht darin, dass der Markt die Einstiegszone möglicherweise überhaupt nicht mehr erreicht.

Besonders wichtig bleibt der 20-Tage-SMA bei rund 25.206 Punkten. Ein Tagesschluss darunter würde das bearishe Szenario stärken.

Ein Schlusskurs über 26.065 Punkten würde die Short-These dagegen klar infrage stellen.

Die Bullen haben noch eine Chance

Trotz aller Warnsignale wäre es falsch, den DAX-Future jetzt bereits abzuschreiben.

Der langfristige Trend zeigt weiterhin nach oben.

Ein aggressives Long-Szenario wäre deshalb ebenfalls denkbar. Der Einstieg läge rund um 25.195 Punkte und würde darauf setzen, dass die Zone aus Volumenunterstützung und 20-Tage-SMA hält.

Der Stop-Loss läge bei 24.278 Punkten.

Die ersten Ziele wären 25.884 und 26.064 Punkte. Sollte das Rekordhoch nachhaltig überwunden werden, käme auch ein erweitertes Ziel bei 26.364 Punkten infrage.

Das Chance-Risiko-Verhältnis liegt bei ungefähr 1,8, 2,12 und 2,64.

Doch dieses Setup hat einen Haken.

Wer jetzt kauft, handelt gegen das kurzfristige Momentum. Der MACD bleibt bearish. Gleichzeitig könnte der Markt gerade ein Lower High ausbilden.

Das bedeutet: Eine Erholung muss nicht automatisch der Start der nächsten Rally sein. Sie könnte auch nur ein Zwischenhoch innerhalb einer größeren Korrektur darstellen.

Das konservativere Long-Szenario erscheint deshalb attraktiver.

Hier würde der Einstieg erst im Bereich um 24.850 Punkte erfolgen. Genau dort treffen der SuperTrend und der 50-Tage-SMA zusammen.

Der Stop würde auch hier bei 24.278 Punkten liegen. Die Ziele blieben 25.884, 26.064 und 26.364 Punkte.

Das Problem: Der Markt könnte drehen, bevor diese Einstiegszone erreicht wird.

Was passieren muss, damit die Bullen wieder überzeugen

Die Käufer brauchen jetzt mehr als nur einen grünen Handelstag.

Ein bullisches Signal wäre ein positiver Cross im MACD-Histogramm. Noch wichtiger wäre ein Anstieg des ADX über 20.

Erst dann würde sich zeigen, dass aus der derzeit schwachen Seitwärtsbewegung wieder ein echter Trend entstehen könnte.

Zusätzlich müsste die Zone zwischen 24.821 und 24.890 Punkten klar verteidigt werden.

Besonders interessant wären dort lange untere Dochte im Tageschart. Solche Rejection-Wicks würden zeigen, dass Verkäufer den Markt zwar kurzfristig nach unten drücken können, Käufer die Rücksetzer aber sofort aufnehmen.

Genau dieses Verhalten fehlt bislang.

Solange es nicht kommt, bleibt Vorsicht angebracht.

Die größte Gefahr liegt bei 25.450 Punkten

Eine Marke verdient in den kommenden Sitzungen besondere Aufmerksamkeit.

Der Bereich um 25.450 Punkte könnte zur nächsten Bullenfalle werden.

Dort wartet die Ichimoku Conversion Line als Widerstand. Sollte der DAX-Future kurzfristig darüber steigen, anschließend aber schnell wieder zurückfallen, könnte das viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischen.

Der Markt würde dann einen neuen Ausbruch vortäuschen, ohne genug Kraft für eine echte Trendbewegung zu besitzen.

Genau deshalb ist der niedrige ADX so entscheidend.

Er zeigt, dass der Markt aktuell nicht die Kraft besitzt, Breakouts blind zu vertrauen.

Wer nur auf den Kurs schaut, könnte sich täuschen lassen. Wer zusätzlich die Trendstärke beobachtet, erkennt das Risiko früher.

DAX Future Prognose: Jetzt entscheidet nicht der Trend, sondern die Geduld

Die Lage beim DAX-Future ist spannender, als sie auf den ersten Blick wirkt.

Langfristig bleibt der Markt bullisch. Der Kurs liegt über dem 200-Tage-SMA, der SuperTrend hält und die große Struktur ist weiterhin intakt.

Kurzfristig sieht das Bild aber deutlich schwächer aus.

Der mögliche Fehlausbruch am Rekordhoch von 26.064 Punkten ist aktiv. Der MACD ist bearish. RSI und MACD zeigen Divergenzen. Das Volumen beim jüngsten Bounce überzeugt nicht. Und der ADX signalisiert praktisch keine echte Trendstärke.

Für mich bedeutet das vor allem eines: Die Mitte der Range ist aktuell der gefährlichste Ort.

Zwischen 25.000 und 25.400 Punkten ist das Chance-Risiko-Verhältnis wenig attraktiv. Die besseren Möglichkeiten könnten erst an den entscheidenden Extremzonen entstehen.

Auf der Unterseite bleibt der Bereich zwischen 24.821 und 24.890 Punkten entscheidend. Hier zeigt sich, ob die Käufer den Trend verteidigen können.

Auf der Oberseite wird es zwischen 25.450 und 25.884 Punkten gefährlich. Dort könnte die nächste Ablehnung entstehen.

Und über allem steht das Rekordhoch von 26.064 Punkten.

Fällt diese Marke nachhaltig, könnten die Bullen die Kontrolle zurückgewinnen. Bleibt sie unangetastet und die Unterstützung bricht, dürfte der Fehlausbruch immer schwerer wiegen.

Mein Fazit ist deshalb klar: Der DAX-Future ist noch kein klarer Short. Aber er ist auch längst kein einfacher Long mehr.

Wer jetzt impulsiv mitten in der Range handelt, nimmt ein unnötig hohes Fehlsignal-Risiko in Kauf. Die besseren Chancen dürften sich erst zeigen, wenn der Markt an einer der entscheidenden Marken Farbe bekennt.

Der wichtigste Punkt dieser DAX Future Prognose lautet daher: Nicht der bestehende Trend entscheidet über den nächsten Trade, sondern die Stärke dieses Trends.

Und mit einem ADX von nur 13,01 ist die aktuelle Botschaft eindeutig: Geduld könnte im Moment wertvoller sein als Aktionismus.

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