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China setzt auf Handel statt Kreditboom - PBoC dämpft Stimulus-Hoffnung

Das China-fokussierte Devisenresearch der Commerzbank hebt hervor, dass PBoC-Gouverneur Pan Gongsheng das schwächere Kreditwachstum als Teil einer strukturellen Modernisierung eingeordnet hat. Damit signalisiert die Notenbank, dass kein unmittelbar bevorstehender, kreditgetriebener Stimulus zu erwarten ist. Die Zentralbank scheint mit einer geringeren Kreditausweitung leben zu können, während die Gespräche zwischen den USA und China über Zollsenkungen vor dem Xi-Trump-Gipfel vorankommen.

Kreditabkühlung und Handelsdiplomatie

„In einem Artikel im politischen Journal Qiushi der Kommunistischen Partei stellte der Gouverneur der People’s Bank of China (PBoC), Pan Gongsheng, die Verlangsamung des Kreditwachstums als strukturelles Merkmal der wirtschaftlichen Modernisierung dar - und nicht als Zeichen von Stress. Die Äußerungen folgten auf Kreditdaten für August, die zeigten, dass sich die Ausweitung der gesamten Finanzierung und der Kredite stärker als erwartet abschwächte. Auch das Wachstum der Geldmenge M2 blieb hinter dem Konsens zurück.“

„Indem der Gouverneur diesen Trend bestätigte, signalisierte er faktisch, dass die PBoC keine unmittelbar bevorstehende, kreditgetriebene Stimulusreaktion vorbereitet. Die Kreditverlangsamung spiegelt eine breitere nachfrageseitige Anpassung wider. Haushalte und Unternehmen verringern ihre Bereitschaft zu neuer Kreditaufnahme, da der Immobiliensektor weiter auf den Bilanzen lastet und das Verbrauchervertrauen gedämpft bleibt.“

„Die Gelassenheit der PBoC gegenüber einem geringeren Kreditwachstum verringert die Wahrscheinlichkeit kurzfristiger geldpolitischer Lockerungen. Da die Fiskalpolitik noch keinen entscheidenden Impuls geliefert hat und die Inlandsnachfrage weiter schwach ist, verlagert sich die politische Last auf die Handelsdiplomatie als bevorzugten kurzfristigen Wachstumstreiber. Ein konstruktives Ergebnis des US-China-Gipfels könnte die Stimmung moderat stützen.“

„Der gleichzeitige Druck durch die EU und der erneute Straffungszyklus der Fed schaffen für chinesische Entscheidungsträger zum Jahresende jedoch ein schwieriges externes Umfeld.“

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