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Bullock von der RBA: Inflation wird kurzfristig wahrscheinlich weiter steigen

Die Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), Michele Bullock, sagte am Donnerstag vor dem Senatsausschuss für Wirtschaftsgesetzgebung aus.

Wichtige Zitate

Der Datenfluss und die Entwicklungen seit Mai haben sich nicht wesentlich von unseren Erwartungen unterschieden.

Wir erwarten, dass die Inflation kurzfristig weiter steigen wird.

Wir werden die Bedingungen sorgfältig beobachten, um zu beurteilen, wie sich die kombinierten Effekte höherer Zinssätze und des Energiepreisschocks auswirken.

Nachdem der Leitzins dreimal erhöht wurde, ist die Geldpolitik gut aufgestellt, um auf Entwicklungen zu reagieren.

Die Inflation ist zu hoch, und der Vorstand wird das tun, was er für notwendig hält, um unser Mandat zur Gewährleistung von Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu erfüllen.

Wir haben bereits einige Anzeichen gesehen, dass diese Straffung zu wirken beginnt, obwohl es etwa 1 bis 2 Jahre dauern wird, bis die Effekte vollständig in der Wirtschaft ankommen.

Die Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt haben sich in den letzten Monaten entspannt, was teilweise auf die restriktivere Geldpolitik zurückzuführen ist.

Die wahrscheinlichen Haushaltseffekte unterscheiden sich nicht wesentlich von dem, was wir erwartet hatten.

Der Haushalt trägt nicht mehr zur Nachfrage bei als erwartet.

Das BIP im ersten Quartal entsprach unseren Erwartungen.

Die Geldpolitik ist etwas restriktiv.

Der KI-Boom hat die globale Aktivität stark angekurbelt.

Marktreaktion 

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar AUD/USD im Tagesverlauf 0,02% tiefer bei 0,7127.

RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.

Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.

Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.

Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.

Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.



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