Britisches Pfund steigt nach schwachen US-NFP-Daten über 1,3500
| |Automatische ÜbersetzungZum Original- Das britische Pfund legt zu, da schwache US-Beschäftigungszahlen den US-Dollar belasten.
- Die US-Wirtschaft verliert unerwartet 23.000 Arbeitsplätze, was die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im September verringert.
- Niedrigere Ölpreise lindern die Inflationssorgen vor dem US-VPI-Bericht in der kommenden Woche.
Das britische Pfund (GBP) legt am Freitag gegenüber dem US-Dollar (USD) zu, nachdem ein enttäuschender US-Nonfarm-Payrolls-Bericht Händler dazu veranlasst, ihre Wetten auf Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) zurückzuschrauben. Bei Redaktionsschluss notiert GBP/USD bei rund 1,3506 und damit in der Nähe eines Drei-Wochen-Hochs.
Die US-Wirtschaft hat im Juli 23.000 Arbeitsplätze verloren und damit die Markterwartungen eines Anstiegs um 80.000 deutlich verfehlt. Der Zuwachs im Juni wurde zudem stark nach unten auf 20.000 von 57.000 revidiert. Die Arbeitslosenquote fiel jedoch unerwartet von 4,2% auf 4,1%.
Die schwachen Beschäftigungszahlen belasten den Greenback und die Renditen der US-Staatsanleihen stark. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Dollar gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert bei rund 99,50 und damit fast 0,45% im Minus. Unterdessen fällt die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihe auf rund 4,60% und liegt damit etwa acht Basispunkte unter ihrem Intraday-Hoch von 4,68%.
Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Märkte für die September-Sitzung nun eine Wahrscheinlichkeit von rund 42,1% für eine Zinserhöhung ein, nach 67% vor einer Woche.
Die schwächeren Arbeitsmarktdaten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich auch die inflationsbedingten Risiken durch Energie angesichts des jüngsten Rückgangs der Ölpreise verringern. West Texas Intermediate (WTI) notiert bei rund 76 USD je Barrel und damit in dieser Woche fast 10% niedriger.
Die Ölpreise fielen deutlich, nachdem Iran und Oman Berichten zufolge einem Rahmen näher gekommen sind, der den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus vorübergehend erhöhen könnte, auch wenn eine endgültige Ankündigung noch aussteht.
Händler blicken nun auf die US-Verbraucherpreisindex-(VPI)-Daten der kommenden Woche, um neue Hinweise auf den Inflationsausblick zu erhalten. Es wird erwartet, dass der Gesamt-VPI im Juli um 0,1% im Monatsvergleich steigt, nachdem er im Juni um 0,4% gefallen war, während der Kern-VPI nach einem unveränderten Wert im Vormonat voraussichtlich um 0,2% zulegen wird.
Nonfarm Payrolls - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Nonfarm Payrolls (NFP) sind ein zentraler Bestandteil des monatlichen Arbeitsmarktberichts des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics. Dieser Indikator misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl im Vormonat, ausgenommen der Landwirtschaft, und gilt als entscheidender Wirtschaftsindikator für die US-Wirtschaft.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) können die Entscheidungen der Federal Reserve beeinflussen, da sie ein Maß dafür bieten, wie erfolgreich die Fed ihr Mandat erfüllt, nämlich die Förderung von Vollbeschäftigung und einer Inflationsrate von 2 %. Ein relativ hoher NFP-Wert bedeutet, dass mehr Menschen beschäftigt sind, mehr Geld verdienen und wahrscheinlich mehr ausgeben. Ein niedriger Wert könnte darauf hindeuten, dass Menschen Schwierigkeiten haben, Arbeit zu finden. Die Fed erhöht in der Regel die Zinsen, um hohe Inflation zu bekämpfen, die durch niedrige Arbeitslosigkeit entsteht, und senkt sie, um einen stagnierenden Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) zeigen eine enge Korrelation mit dem US-Dollar. Höhere als erwartete Beschäftigungszahlen führen in der Regel zu einem Anstieg des Dollars, während schwächere Zahlen ihn unter Druck setzen. NFP-Daten beeinflussen den Dollar, da sie Hinweise auf Inflation, geldpolitische Entscheidungen und Zinserwartungen geben. Ein starker NFP-Bericht signalisiert, dass die Federal Reserve ihre straffe Geldpolitik fortsetzen könnte, was den Dollar stützt.
Die Nonfarm Payrolls (NFP) stehen häufig in einer umgekehrten Beziehung zum Goldpreis. Steigen die Beschäftigungszahlen stärker als erwartet, wirkt sich dies in der Regel negativ auf den Goldpreis aus. Das liegt daran, dass ein Anstieg der NFP häufig den US-Dollar stärkt, und da Gold in US-Dollar gehandelt wird, wird es teurer, weniger Dollar für den Kauf einer Unze Gold zu benötigen. Zusätzlich sinkt bei höheren Zinsen, die oft von steigenden NFP unterstützt werden, die Attraktivität von Gold als Anlage im Vergleich zu Bargeld, das Zinsen abwirft.
Die Nonfarm Payrolls sind nur ein Teil eines umfassenderen Arbeitsmarktberichts und können von anderen Faktoren in den Hintergrund gedrängt werden. Oft kommt es vor, dass der Markt höhere als erwartete NFP-Zahlen ignoriert, wenn die durchschnittlichen Wochenverdienste gleichzeitig enttäuschen. In solchen Fällen wird der potenziell inflationstreibende Effekt der Hauptzahlen durch den Rückgang der Verdienste als deflationäres Signal gewertet. Auch die Erwerbsquote und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit können die Marktreaktion beeinflussen, allerdings nur in außergewöhnlichen Situationen wie der „Great Resignation“ oder der globalen Finanzkrise.
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