Pfund hält sich über 1,3150 - Anleger warten auf US-Inflationsdaten
| |Übersetzung überprüftZum Original- GBP/USD erholt sich im asiatischen Handel am Donnerstag auf rund 1,3175.
- Der britische Premierminister Keir Starmer trat am Montag zurück, was die britische Politik in eine plötzliche Krise stürzte.
- Händler werden den US-PCE-Preisindexbericht für Mai, der am Donnerstag veröffentlicht wird, genau beobachten.
Das Paar GBP/USD gewinnt während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag etwas verlorenen Boden zurück und notiert nahe 1,3175. Das potenzielle Aufwärtspotenzial für das wichtige Paar könnte jedoch angesichts der politischen Instabilität im Vereinigten Königreich und steigender Erwartungen an US-Zinserhöhungen in diesem Jahr begrenzt sein. Händler erwarten am Donnerstag die US-Inflationsdaten der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Mai als neuen Impuls.
Der britische Premierminister Keir Starmer trat am Montag zurück und stürzte das Land damit in eine weitere politische Krise. Starmer trat unter starkem Druck nach dem Sieg von Andy Burnham bei der Nachwahl in Makerfield in der vergangenen Woche zurück. Seine Labour-Partei muss nun einen neuen Vorsitzenden wählen, der das Land führen soll.
Händler werden genau beobachten, wie Burnhams Politik aussehen wird. Analysten warnten, dass Burnhams bevorzugte expansive Fiskalpolitik, höhere Steuern und eine erhöhte Emission von Staatsanleihen den britischen Pfund (GBP) gegenüber dem US-Dollar (USD) belasten könnten.
Der US-PCE-Preisindexbericht für Mai wird am Donnerstag im Mittelpunkt stehen. Für den Gesamt-PCE wird ein Anstieg von 4,1 % im Jahresvergleich im Mai erwartet, verglichen mit 3,8 % im April. Die Kern-PCE-Inflation wird voraussichtlich im Mai um 3,4 % im Jahresvergleich steigen, gegenüber 3,3 % zuvor. Jegliche Anzeichen einer nachlassenden Inflation in den USA könnten den Greenback schwächen und dem wichtigen Paar Rückenwind verleihen.
Unterdessen bewerten Händler den Zeitpunkt möglicher US-Zinserhöhungen nach dem restriktiven Signal der Federal Reserve (Fed) neu. Laut dem CME FedWatch-Tool haben die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von fast 34,2 % für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der Sitzung im Juli eingepreist, gegenüber 8,5 % vor einer Woche, und 66,4 % für September, gegenüber 29,1 % zuvor.
Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.
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