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Australischer Dollar stabilisiert sich nach chinesischen VPI-Daten

  • AUD/USD bleibt trotz der schwächer als erwarteten Juni-VPI-Daten Chinas, die sich gegenüber den vorherigen Zahlen verlangsamen, stabil.
  • Die Protokolle der FOMC-Sitzung zeigen, dass die Entscheidungsträger uneins sind, ob der Zinssatz von 3,6 % beibehalten oder erhöht werden soll.
  • Der eskalierende US-Iran-Konflikt treibt die Nachfrage nach sicheren Häfen an und lässt die Erwartungen an Zinserhöhungen über 30 % steigen.

AUD/USD gewinnt nach einem unveränderten Vortag an Boden und notiert während der asiatischen Handelszeit am Donnerstag um 0,6930. Das Währungspaar hält seine Position, da der Australische Dollar (AUD) nach der Veröffentlichung der Verbraucherpreisindex (VPI)-Inflationsdaten des engen Handelspartners Neuseelands, China, kaum Bewegung zeigt. Die Marktaufmerksamkeit wird sich auf den wöchentlichen US-Bericht zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe richten, um weitere Orientierung zu erhalten.

Das Nationale Statistikamt (NBS) Chinas berichtete, dass die Inflation im Juni im Jahresvergleich (YoY) bei 1,0 % lag, nach 1,2 % im Mai. Der Marktkonsens lag für den Berichtszeitraum bei 1,1 %. Die VPI-Inflation betrug im Juni im Monatsvergleich (MoM) -0,3 % gegenüber einem Rückgang von 0,1 % zuvor und war damit schwächer als die erwarteten 0,2 % Rückgang.

Unterdessen sieht sich der US-Dollar (USD) nach der Veröffentlichung des Protokolls der Federal Reserve (Fed) vom Mittwoch Gegenwind ausgesetzt. Das Komitee ist tief gespalten hinsichtlich des Inflationsverlaufs, insbesondere ob diese hartnäckig bleibt oder zu sinken beginnt, wenn sich der geopolitische Konflikt im Nahen Osten entspannt.

Bemerkenswert ist, dass sich bei Kevins Warshs Debütsitzung als FOMC-Vorsitzender am 16. und 17. Juni die Entscheidungsträger spalteten: Während viele Teilnehmer feststellten, dass der Leitzins voraussichtlich bis Jahresende unverändert oder leicht unter dem aktuellen Niveau von 3,6 % bleiben würde, argumentierte eine ebenso lautstarke Gruppe, dass die Zinsen bis Jahresende steigen müssten.

Die Abwärtsrisiken für den Greenback könnten jedoch begrenzt sein. Die erneuten Spannungen zwischen den USA und dem Iran schüren inflationsbedingte Ängste im Energiesektor und stärken die Nachfrage nach sicheren Häfen für den USD. Diese geopolitische Reibung hat die Erwartungen verstärkt, dass die Fed die höheren Zinssätze länger beibehalten wird, um hartnäckigen Preisdruck zu bekämpfen. Laut dem CME FedWatch-Tool haben Swap-Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung auf über 30 % angehoben, ein deutlicher Anstieg gegenüber weniger als 20 % noch in der vergangenen Woche.

Dem Feuer noch mehr Öl ins Feuer gießend erklärte US-Präsident Donald Trump am Mittwoch, dass eine Zwischenvereinbarung zur Beendigung des Konflikts mit dem Iran offiziell „vorbei“ sei. Der US-Präsident drohte außerdem mit einem zweiten Tag von Luftangriffen und gelobte, als Vergeltung für die jüngsten Angriffe auf Öltanker, die die Straße von Hormus passieren, eine US-Seekriegsblockade wieder einzuführen

(Die Geschichte wurde am 9. Juli um 01:20 GMT korrigiert, um im letzten Absatz zu sagen, dass Trump am Mittwoch und nicht am Donnerstag erklärte.)

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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