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China-Daten im Blick: Australischer Dollar setzt Talfahrt fort

  • AUD/USD verliert vor der Veröffentlichung der wichtigen chinesischen Inflationsdaten für Mai (VPI und EPI) an Boden.
  • Der US-Dollar steigt leicht an, da erneute Spannungen im Nahen Osten die Risikoaversion befeuern.
  • Starke US-Arbeitsmarktdaten für Mai stärkten die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve in diesem Jahr.

AUD/USD setzt seine Verluste am zweiten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeit am Mittwoch bei rund 0,7020. Händler werden voraussichtlich die Veröffentlichung der Verbraucherpreisindex- (VPI) und Erzeugerpreisindexdaten (EPI) für Mai aus China, Australiens engem Handelspartner, abwarten, die im Laufe des Tages erwartet werden. Der Fokus wird auf die US-Verbraucherpreisinflationsdaten für Mai gerichtet sein, die im weiteren Verlauf der nordamerikanischen Sitzung veröffentlicht werden.

Das Währungspaar AUD/USD wertet ab, während der US-Dollar (USD) angesichts erhöhter Risikoaversion infolge der erneuten Spannungen im Nahen Osten leicht zulegt. Reuters berichtete am Dienstag, dass die USA Angriffe gegen den Iran gestartet haben, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, Teheran habe einen US-Apache-Hubschrauber in der Straße von Hormus abgeschossen. Am frühen Dienstag betonte Trump, dass Iran und die USA kurz vor einer Einigung stünden, obwohl seit dem fragilen Waffenstillstand Anfang April nur wenige Fortschritte erkennbar sind.

Die Unsicherheit rund um den Friedensdeal im Nahen Osten schürt weiterhin Sorgen über die Inflation und die Erwartungen an anhaltend hohe Zinssätze. Die stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten für Mai haben die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr verstärkt.

Das Verbrauchervertrauen in Australien ist weiter in den negativen Bereich gefallen, wobei der Westpac–Melbourne Institute Consumer Sentiment Index im Juni um etwa 3 % auf 80,6 sank. Dies ist der vierte Rückgang in diesem Jahr und hält die Stimmung auf einem der niedrigsten Niveaus seit Jahrzehnten.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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