Australischer Dollar nach schwachen EMI-Daten gedämpft
| |Übersetzung überprüftZum Original- Der australische Dollar schwächt sich, nachdem der Einkaufsmanager-Index von S&P Global ein langsameres Wachstum im Februar zeigt.
- Der Composite PMI Australiens fiel im Februar auf 52,0; Dienstleistungen auf 52,2; das verarbeitende Gewerbe auf 51,5, alle langsamer, aber weiterhin im Wachstum.
- Der US-Dollar gewinnt, nachdem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 206K gefallen sind, unter den Prognosen.
Der australische Dollar (AUD) hält am Freitag während der asiatischen Handelsstunden Verluste gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Paar AUD/USD wird zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bei etwa 0,7040 gehandelt, nachdem es die jüngsten Gewinne aus der vorherigen Sitzung aufgegeben hat.
Der australische Dollar (AUD) steht unter Druck, nachdem die vorläufigen Daten des Einkaufsmanager-Index (EMI) von S&P Global für Februar einen breit angelegten Rückgang der Aktivität zeigten, was auf ein langsameres Wachstum hinweist, während die Inflationsdrucke hartnäckig bleiben.
Der Composite PMI Australiens fiel im Februar von 55,7 im Januar auf 52,0 und markiert den siebten Monat in Folge mit Expansion, jedoch in einem moderateren Tempo. Der Dienstleistungs-EMI sank von 56,3 auf 52,2, während der EMI für das verarbeitende Gewerbe von 52,3 auf 51,5 zurückging, beide signalisieren weiterhin Wachstum, wenn auch langsamer als zu Beginn von 2026.
Das AUD/USD-Paar bleibt ebenfalls unter Druck, da der US-Dollar (USD) Unterstützung erhält, nachdem das US-Arbeitsministerium (DOL) berichtete, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 14. Februar auf 206K gesunken sind, von der revidierten Zahl von 229K in der Vorwoche und unter der Konsensprognose von 225K. Händler warten auf die vorläufigen US-Daten zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal (Q4) und den persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Freitag für neue Impulse.
Die Protokolle des Offenmarktausschusses (FOMC) aus der Januarsitzung befeuerten die Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen, sollte die Inflation hartnäckig bleiben. Während die meisten Entscheidungsträger dafür plädierten, die Zinsen unverändert zu lassen, sprachen sich nur wenige für eine Senkung aus, und die Beamten deuteten an, dass sie eine Lockerung in Betracht ziehen würden, wenn die Inflation wie erwartet moderat bleibt.
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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