AUD/USD-Preisprognose: Wird nahe dem 100-Tage-SMA bei 0,7050 abgewiesen; bullische Tendenz intakt
| |Übersetzung überprüftZum Original- AUD/USD kämpft damit, von einer moderaten bullischen Gap-Eröffnung auf ein neues Hoch seit dem 17. Juni zu profitieren.
- Eine ordentliche Erholung des USD von einem Eineinhalb-Monats-Tief übt Abwärtsdruck auf das Paar aus.
- Das Setup begünstigt die Bullen und stützt die Aussicht auf das Auftreten von Dip-Käufen auf niedrigeren Niveaus.
Das Währungspaar AUD/USD wird nahe dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) zurückgewiesen und gibt leicht nach, nachdem es am frühen Montag ein neues Hoch seit dem 17. Juni im Bereich von 0,7050 erreicht hatte. Die Spotpreise rutschen in Richtung der Region 0,7030-0,7025 in den europäischen Handel, obwohl das Abwärtspotenzial angesichts eines unterstützenden fundamentalen und technischen Setups begrenzt erscheint.
Der US-Dollar (USD) verzeichnet eine ordentliche Erholung von einem Eineinhalb-Monats-Tief, was zusammen mit der enttäuschenden Veröffentlichung des RatingDog Manufacturing PMI aus China das Währungspaar AUD/USD unter Druck setzt. Neue Hoffnungen auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie nachlassende Erwartungen an Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) - inmitten abnehmender Inflationssorgen aufgrund eines starken Rückgangs der Ölpreise - dürften den USD jedoch begrenzen und dazu beitragen, die Abwärtsbewegung des Währungspaares einzudämmen.
Aus technischer Sicht wurde der Ausbruch der vergangenen Woche über die Marke von 0,7020, die dem 38,2%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Mai bis Juni entspricht, als wichtiger Auslöser für die Bullen bei AUD/USD angesehen. Zudem bleiben die Momentum-Indikatoren unterstützend. Tatsächlich pendelt der Relative Strength Index um 57, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) ist leicht positiv, was darauf hindeutet, dass die Käufer trotz des nahen Widerstands weiterhin die kurzfristige Tendenz kontrollieren.
Allerdings könnten der 100-Tage-SMA bei 0,7053, gefolgt vom 50,0%-Retracement bei 0,7069, weiterhin als unmittelbare Hürden wirken. Ein Tagesschluss über dieser Zone würde den Weg in Richtung des 61,8%-Retracements bei 0,7117 und anschließend 0,7184 freimachen, vor dem Zyklushoch nahe 0,7271.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 38,2%-Retracement bei 0,7021, mit weiteren Unterstützungszonen bei 0,6962 und dem 200-Tage-SMA bei 0,6913, während ein tieferer Rücksetzer die strukturelle Untergrenze um 0,6867 freilegen würde.
AUD/USD Tages-Chart
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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