AUD/USD bleibt auf Erholungskurs - Juni-Hoch bei 0,7065 rückt wieder in den Fokus
| |Übersetzung überprüftZum Original- AUD/USD fällt von seinem höchsten Stand seit dem 17. Juni zurück inmitten einer moderaten Stärke des US-Dollars.
- Händler warten auf neue Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten im Vorfeld der US-NFP.
- Die konstruktive Ausgangslage deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für das Paar nach oben führt.
Das Währungspaar AUD/USD gibt während der asiatischen Sitzung am Donnerstag nach und entfernt sich von dem am Vortag erreichten höchsten Stand seit dem 17. Juni. Die Spotpreise notieren derzeit knapp unter 0,7050, wobei das Abwärtspotenzial begrenzt zu sein scheint.
Trotz der Zuversicht über ein mögliches US-Iran-Abkommen und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus gewinnt der US-Dollar (USD) etwas an positiver Dynamik und beendet eine zweitägige Verlustserie, da die Bären auf weitere Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten warten. Dies wiederum wird als Schlüsselfaktor gesehen, der das Währungspaar AUD/USD unter Druck setzt. Ein nennenswerter Rückgang scheint jedoch vor den Daten zur Handelsbilanz Chinas und dem entscheidenden US-Bericht zu den Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft (NFP) am Freitag schwer erreichbar.
Aus technischer Sicht haben die Spotpreise Mühe, aus der Bewegung des Vortages über den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) Kapital zu schlagen, und scheitern vor dem 50%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von Mai bis Juni. Der Indikator Moving Average Convergence Divergence (MACD) bleibt jedoch leicht positiv. Zudem deutet der Relative Strength Index nahe 58 auf ein konstruktives Momentum hin, ohne in überkaufte Bedingungen zu geraten, was darauf hindeutet, dass Rücksetzer weiterhin Käufer anziehen könnten.
Allerdings könnten Händler auf Anschlusskäufe über das 50%-Niveau bei 0,7070 warten, bevor sie sich für weitere Gewinne positionieren. Vor dem Hintergrund der jüngsten Erholung vom sehr wichtigen 200-Tage-SMA würde der Ausbruch den Blick auf das 61,8%-Niveau bei 0,7120 und anschließend auf das 78,6%-Retracement bei 0,7191 lenken, vor dem Zyklushochbereich nahe 0,7281.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 38,2%-Retracement bei 0,7020, weitere Nachfrage dürfte bei 0,6958 auf dem 23,6%-Niveau und beim 200-Tage-SMA um 0,6920 auftreten. Ein tieferer Rückgang in Richtung der Marke von 0,6859 würde den derzeit konstruktiven Ton deutlich abschwächen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
AUD/USD Tageschart
Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.
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