Asiens Börsen legen zu - US-Inflation und KI-Gewinne sorgen für Rückenwind
| |Übersetzung überprüftZum Original- Asiatische Aktien legen zu, da schwächere US-Inflationsdaten die Erwartungen an eine stärker akkommodierende Fed-Politik untermauerten.
- Starke Ergebnisse großer Tech-Unternehmen stärkten das Vertrauen in anhaltende Ausgaben für KI-Infrastruktur.
- Wichtige asiatische Indizes verzeichneten solide Gewinne, angeführt von kräftigen Rallyes bei südkoreanischen Chipherstellern.
Asiatische Aktien bleiben überwiegend fester, gestützt durch schwächere US-Inflationsdaten, die die Erwartungen an eine stärker akkommodierende Politik der Federal Reserve (Fed) untermauerten. Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juli im Jahresvergleich um 3,4% und lag damit leicht unter den 3,5% des Vormonats. Der Kern-VPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausklammert, stieg im Jahresvergleich um 2,5% gegenüber 2,6% im Juni. Beide Werte entsprachen genau den Markterwartungen.
Laut dem CME FedWatch-Tool preisen Zinsswaps derzeit eine Wahrscheinlichkeit von rund 40,1% für eine Zinserhöhung im September ein. Die Chancen für eine Erhöhung im Oktober fielen von 75% am Vortag auf rund 60%, wobei die nächste mögliche Zinserhöhung erst im Dezember vollständig eingepreist ist.
Die Risikobereitschaft der Anleger für Technologiewerte setzte ihre Erholung nach dem kräftigen Ausverkauf des Vormonats fort. Diese Erholung wurde durch starke Ergebnisse großer Tech-Unternehmen angetrieben, die das Vertrauen in anhaltende Ausgaben für KI-Infrastruktur stärkten und zunehmende Hinweise darauf lieferten, dass sich die KI-Adoption auf ein breiteres Spektrum von Anwendungen ausweitet. Die asiatischen Märkte spiegelten dieses positive Momentum wider, angeführt von kräftigen Gewinnen in Japan und Südkorea.
Der japanische Nikkei 225 Index steigt um 1,63% auf über 68.600, gestützt durch inländische Erzeugerpreise, die im Juli um 7,2% zulegten, nach 7,3% im Juni und unter den Prognosen von 7,4%. Unterdessen springt der südkoreanische KOSPI um fast 4,22% auf über 6.850, da große Chiphersteller nach dem nächtlichen Anstieg der US-Tech-Aktien zulegten. Samsung Electronics gewann fast 5%, während SK Hynix um mehr als 9% sprang, angetrieben von neuem Optimismus hinsichtlich der KI-bedingten Nachfrage im gesamten Halbleitersektor.
Interesse von Staatsfonds stützt die Stimmung im südkoreanischen Technologiesektor
BNYs Wee Khoon Chong weist darauf hin, dass die sich verbessernde Risikobereitschaft an den regionalen Märkten durch Zuflüsse in den Technologiesektor gestützt wird, wobei "Berichte, wonach regionale Staatsfonds in südkoreanische Technologieunternehmen investieren könnten", der Stimmung zusätzlichen Auftrieb geben und den jüngsten Optimismus rund um Südkoreas Technologiesektor untermauern.
Auch die Märkte in Großchina schlossen sich der breiteren KI-getriebenen Rally an, wenn auch mit unterschiedlichem Momentum. Der chinesische Shanghai Composite legt um 0,40% auf 3.960 zu, und der Shenzhen Component steigt um 0,73% auf 14.520. Im Inland richtete sich die Aufmerksamkeit weiterhin auf Semiconductor Manufacturing International Corp. vor der später am Donnerstag anstehenden Ergebnisveröffentlichung, bei der der Nettogewinn im Jahresvergleich voraussichtlich mehr als verdoppelt werden dürfte. Im Gegensatz dazu legt der Hongkonger Hang Seng Index nur um 0,04% auf rund 25.450 zu. Anleger bewerteten weiterhin geopolitische Risiken, verarbeiteten die Quartalsergebnisse von Tencent und verfolgten die Entwicklungen im chinesischen KI-Sektor aufmerksam.
Asiatische Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Asien trägt rund 70 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei und beheimatet mehrere bedeutende Börsenbarometer. In den entwickelten Volkswirtschaften der Region ragen vor allem der Nikkei 225, der 225 Unternehmen an der Börse Tokio umfasst, sowie der südkoreanische KOSPI heraus. China verfügt mit dem Hang Seng Index, dem Shanghai Composite und dem Shenzhen Composite über drei zentrale Indizes. Als große Schwellenwirtschaft rückt zudem Indien stärker in den Fokus internationaler Investoren, die vermehrt in Unternehmen investieren, die im BSE Sensex und im Nifty 50 gelistet sind.
Die großen Volkswirtschaften Asiens unterscheiden sich deutlich in ihrer Struktur, entsprechend variieren auch die prägenden Sektoren. Technologieunternehmen haben in Japan und Südkorea ein starkes Gewicht und gewinnen auch in China zunehmend an Bedeutung. Finanzdienstleister prägen insbesondere Börsenplätze wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige regionale Finanzzentren gelten. In China und Japan spielt zudem die Industrie eine zentrale Rolle, etwa in der Automobilproduktion oder der Elektronikfertigung. Mit dem Wachstum der Mittelschicht in Ländern wie China und Indien gewinnen außerdem Einzelhandel und E-Commerce an Bedeutung.
Die Entwicklung asiatischer Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind vor allem die Geschäftszahlen der im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen, die im Rahmen von Quartals- und Jahresberichten veröffentlicht werden. Darüber hinaus spielen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der einzelnen Länder, geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken sowie die Fiskalpolitik der Regierungen eine wichtige Rolle. Auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt und die Rechtsstaatlichkeit können die Märkte beeinflussen. Hinzu kommt die Entwicklung der US-Börsen, da sich viele asiatische Märkte häufig an den Vorgaben der Wall Street orientieren. Schließlich wirkt sich auch die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten aus, da Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren als risikoreichere Anlageform gelten.
Aktieninvestitionen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. In Asien kommen spezifische regionale Faktoren hinzu. Die politischen Systeme reichen von gefestigten Demokratien bis hin zu autoritären Strukturen, wodurch sich Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Anforderungen an die Unternehmensführung teils deutlich unterscheiden. Geopolitische Spannungen wie Handelskonflikte oder territoriale Auseinandersetzungen können ebenso für Kursschwankungen sorgen wie Naturkatastrophen. Zudem beeinflussen Wechselkursbewegungen die Bewertung von Aktienmärkten in der Region. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf Währungsschwankungen: Eine starke Landeswährung kann die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland beeinträchtigen, während eine schwächere Währung die Exportchancen verbessert.
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