Ledger-Schock in Asien - Kunden verlieren angeblich über 86 Millionen Dollar
| |Übersetzung überprüftZum OriginalLedger untersucht Berichte über Krypto-Verluste von mehr als 86 Millionen Dollar bei Kunden, die Hardware-Wallets des Unternehmens über CryptoBilis gekauft haben. CryptoBilis ist ein autorisierter Wiederverkäufer mit Aktivitäten in Südostasien.
Ledger prüft möglichen Sicherheitsbruch in der Lieferkette
Der offizielle Support-Account von Ledger bestätigte die Untersuchung am Freitag und forderte CryptoBilis auf, Verkäufe und Lieferungen währenddessen auszusetzen. Der Wiederverkäufer ist in Malaysia, Indonesien und auf den Philippinen tätig.
Der Onchain-Ermittler Specter hatte die Verluste zunächst auf mehr als 86 Millionen Dollar geschätzt und Transaktionen von Hunderten Wallets über Bitcoin, Ethereum und TRON nachverfolgt. Ledger hat diese Summe allerdings nicht bestätigt.
Eine separate Untersuchung des Blockchain-Analyseunternehmens Bitquery kam zu dem Ergebnis, dass rund 92,9 Millionen Dollar aus 311 Wallets über fünf Netzwerke gestohlen wurden: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), TRON, BNB Chain (BSC) und Polygon (POL).
Bitquery berichtete zudem von koordinierten Aktivitäten bei einigen Transaktionen. Das deutet darauf hin, dass der Angreifer möglicherweise die Schlüssel zu mehreren betroffenen Wallets kontrollierte.
Die Ursache der Verluste ist weiterhin unklar. Ledger hat nicht bestätigt, dass seine Geräte kompromittiert wurden.
Binance-Mitgründer Changpeng Zhao (CZ) erklärte jedoch, der Vorfall könne mit einem lokal begrenzten Angriff auf die Lieferkette zusammenhängen. Einige Kunden hätten möglicherweise gefälschte oder manipulierte Geräte gekauft.
Zudem rief er die breitere Kryptobranche dazu auf, bei der Nachverfolgung und Rückholung der gestohlenen Vermögenswerte zu helfen.
„Ich erwarte und weiß, dass alle Akteure im BNB-Ökosystem (und die gesamte Branche) helfen werden, die Gelder nachzuverfolgen und zurückzuholen“, schrieb CZ in einem Beitrag auf X.
Ledger rät Kunden, die in den vergangenen 90 Tagen Geräte bei CryptoBilis gekauft und noch nicht eingerichtet haben, diese vorerst nicht zu initialisieren.
„Wenn Sie Ihr Ledger-Gerät eingerichtet haben, sollten Sie erwägen, Vermögenswerte auf einen neuen Ledger-Signer (mit neuer Seed-Phrase) zu übertragen. Wir werden Kunden weiter über Neuigkeiten informieren, sobald die Untersuchung voranschreitet“, erklärte das Unternehmen auf X.
Der Vorfall hat neue Sorgen über die Sicherheit von Hardware-Wallets ausgelöst, nachdem in diesem Jahr bereits andere Geräte mit Schwachstellen konfrontiert waren.
Im August berichtete TRM Labs, dass eine Firmware-Schwachstelle bestimmte Coldcard-Wallets betroffen und ab dem 30. Juli zum Diebstahl von schätzungsweise 1.816 BTC geführt habe. Der Wert lag damals bei rund 116 Millionen Dollar.
Kryptobranche diskutiert KI-Risiken für Blockchain-Sicherheit
Auch die Sicherheit kryptografischer Systeme sorgt am Kryptomarkt für Diskussionen. Ethereum-Foundation-Forscher Justin Drake warnte, Fortschritte bei künstlicher Intelligenz könnten den Elliptic Curve Digital Signature Algorithm (ECDSA) untergraben, der Bitcoin- und Ethereum-Transaktionen absichert.
Drake rief große Krypto-Halter dazu auf, schrittweise eine Verlagerung von Geldern auf frische Adressen zu prüfen, deren öffentliche Schlüssel nie offengelegt wurden. Diese Vorsichtsmaßnahme bezeichnete er als „Bunker-Modus“.
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin erkannte die mögliche Bedrohung an, warnte aber vor überstürzten Wallet-Migrationen. Fehler könnten zu dauerhaften Verlusten von Vermögenswerten führen.
Bitcoin-Investor Willy Woo argumentierte, Ängste vor Quantencomputing stellten eher ein Risiko für die Preisvolatilität dar als eine existenzielle Bedrohung für Bitcoin. Er schätzte die Wahrscheinlichkeit auf 25 Prozent, dass ein künftiger Soft Fork 1,7 Millionen verlorene BTC aus der Satoshi-Ära einfrieren könnte.
Die Informationen auf diesen Seiten enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die Risiken und Ungewissheiten in sich bergen. Die auf dieser Seite beschriebenen Märkte und Instrumente dienen nur zu Informationszwecken und sollen keinesfalls als Empfehlung zum Kauf oder Verkauf dieser Vermögenswerte verstanden werden. Sie sollten Ihre eigenen gründlichen Recherchen anstellen, bevor Sie eine Investitionsentscheidung treffen. FXStreet garantiert in keiner Weise, dass diese Informationen frei von Fehlern, Irrtümern oder wesentlichen Falschaussagen sind. FXStreet garantiert auch nicht, dass diese Informationen zeitnah zur Verfügung stehen. Investitionen in offene Märkte sind mit einem großen Risiko verbunden, einschließlich des Verlusts Ihrer gesamten Investition oder eines Teils davon, sowie mit psychischen Belastungen. Alle Risiken, Verluste und Kosten, die mit einer Investition verbunden sind, einschließlich des vollständigen Verlusts des Kapitals, liegen in Ihrer Verantwortung. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten und Meinungen sind die der Autoren und spiegeln nicht notwendigerweise die offizielle Linie oder Position von FXStreet oder seinen Werbekunden wider.